Wendenkampf sieht „Lerneffekt“ bei den Autobahn-Planern

BUND begräbt das Kriegsbeil: Keine weiteren Klagen gegen A 14

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Bisher endet die Autobahn nördlich von Colbitz.

Magdeburg. Der A 14-Abschnitt Colbitz-Dolle ist planungsrechtlich „durch“ (AZ berichtete). Laut Bundesverwaltungsgericht waren bis gestern keine erneuten Klagen gegen das Projekt eingegangen. Damit ist der Planfeststellungsbeschluss rechtskräftig.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) war gegen die ergänzten Baupläne nicht erneut vor Gericht gezogen. Dafür gebe es keinen Grund, gibt sich Landes-Geschäftsführer Oliver Wendenkampf ungewohnt milde. Er sieht „einen Lerneffekt“ bei den Planern, dass die Belange des Umweltschutzes nun ausreichend berücksichtigt werden. Mehrfach hatte Wendenkampf zuvor angekündigt, die Planungen für jeden A 14-Abschnitt notfalls juristisch anzufechten.

Davon ist nun nicht mehr die Rede. Allerdings werde man sich die Unterlagen für die weiteren Abschnitte genau ansehen. Mögliche Probleme sieht der BUND-Chef in der Streckenführung Dahlenwarsleben-Wolmirstedt und beim Lärmschutz nördlich von Stendal. Hauptknackpunkt dürfte die Elbquerung sein.

Wann es mit dem Autobahnbau weiter geht, steht trotz allem weiter in den Sternen. Gebaut werden kann erst, wenn auch ein Urteil zum Folgeabschnitt bis Lüderitz vorliegt. Auch gegen diese Planungen hatten der BUND und zwei Private geklagt. Da es dabei um ähnliche Fragen geht, ruhte das Verfahren bis zur endgültigen Entscheidung über den Abschnitt Colbitz- Dolle. Im positiven Fall, wenn das Gericht auch die Planungen für das Folgestück absegnet, könnten Anfang 2017 die Baumaschinen anrücken und die 23 Kilometer lange Strecke bis Lüderitz 2019 fertig sein.

Von Christian Wohlt

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