Forum für mehr Übersichtlichkeit

Bürgertreff der Freiwilligen-Agentur will Engagement der Bürger organisieren

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Professor Hans-Jürgen Kaschade (l.) diskutiert im Raum „Finanzen“ mit anderen Bürgertreff-Teilnehmern.

mih Stendal. „Wir brauchen mehr Übersichtlichkeit in der Engagement-Landschaft“, sagte Marion Zosel-Mohr, Vorstandsmitglied der Freiwilligen-Agentur Altmark, zu Beginn des ersten offenen Bürgertreffs in der „Kleinen Markthalle“.

Der Bürgertreff ist eine Arbeitsgruppe im Rahmen des Konzeptes „Engagierte Stadt“. Dort geht es darum, die strategische Entwicklung des bürgerschaftlichen Engagements in Kommunen und Gemeinden nachhaltig zu stärken.

Zur ersten Bürgerwerkstatt kamen neben Bürgern auch Vertreter der Hochschule, des Stadtrates, Professor Hans-Jürgen Kaschade, Birgit Hartmann, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises sowie Mitglieder des DRK und der Volkssolidarität. Das Problem in Stendal ist laut Zosel-Mohr nicht mangelndes bürgerschaftliches Engagement, sondern die unübersichtliche Anzahl von Vereinen, Organisationen und informellen Netzwerken.

Innovative Ideen würden zwar existieren, jedoch teilweise nebeneinander und in Konkurrenz zueinander. „Sie konnten bislang nicht zu einem gemeinschaftlichen Handeln zusammenwachsen und in der Breite umgesetzt werden“, so Zosel-Mohr.

In den Räumlichkeiten der „Kleinen Markthalle“ organisierte die Freiwilligen-Agentur daher fünf Stationen, um das bürgerschaftliche Engagement zu organisieren und in kontrollierte Bahnen zu lenken. Neben einem Raum, in dem der Projektüberblick dargestellt werden soll, gibt es weiterhin Räume für Nutzung, Mitmachen, Demokratie und Finanzen. „Dass wir soviel vorhaben, ist ja schön, aber das muss auch finanziert werden“, so Zosel-Mohr zum letztgenannten Punkt. Nach den einleitenden Worten Zosel-Mohrs fanden sich mehrere kleine Gruppen, die über das Zusammenspiel von Kommune und Engagement diskutierten.

Ein erklärtes Ziel des Bürgertreffs ist es, ein „Virtuelles Bürgerhaus“ zu errichten. Um Übersicht in die Engagement-Landschaft zu bekommen, soll eine Online-Plattform entstehen, die Vereine, Angebote und Räumlichkeiten darstellen soll. Die Fertigstellung dieser Plattform ist für Juli 2016 geplant.

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