Ehrenamtliches Engagement, soziale Vernetzung und Nachhaltigkeit spielen für Bewerber eine Rolle

Bürgerstiftung sucht altmärkische Ideenstifter

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Wenige Wochen vor dem Ende der Bewerbungsfrist machten sie noch einmal publik, was den „Ideenstifterpreis“ ausmacht: Paul Rodermann (Kreissparkasse, v.l.), Corinna Köbele, Ines Ranke, Jürgen Lenski (Bürgerstiftung) und Anika Köpke.

xp Stendal. Die Altmärkische Bürgerstiftung ist auch in diesem Jahr wieder auf der Suche nach „Ideenstiftern“, als die sie Vorstandsmitglied Jürgen Lenski bezeichnet. „Wiederholungstäter“ seien gern gesehen.

Im vergangenen Jahr hatten 16 Bewerber ihre Projekte ins Rennen geschickt. Lenski hofft 2016 auf mindestens 20. Für drei Projekte gibt es als Preis eine finanzielle Unterstützung.

Insgesamt sind es 5000 Euro, die die Kreissparkasse Stendal in der Topf wirft. 2500 Euro bekommt der erste, 1500 Euro der zweite Platz und 1000 Euro der Drittplatzierte. Bewerber können sich und ihre Ideen bis zum 31. August vorstellen. Passende Unterlagen können in Kürze unter www.buergerstiftung-stendal.de heruntergeladen oder nach Anfrage unter info@buergerstiftung-stendal.de per E-Mail von der Stiftung angefordert werden.

Die Kriterien sind unter anderem, dass das Projekt sich auf die Altmark – nicht nur auf Stendal – beziehen muss. Die Begrifflichkeit der „Nachhaltigkeit“ spielt eine Rolle. Ideen sollen nicht nur kurz wirken und dann verpuffen. Ein Projekt soll Menschen unterschiedlicher sozialer Herkunft in Kontakt bringen, einbinden. Ehrenamtliche sollten einbezogen sein und auch Verantwortung tragen. Kultur, Bildung und Wissenschaft dürfen sich einbringen, aber keine politischen oder religiösen Gruppen.

Als gute Beispiele dienen die Preisträger des vergangenen Jahres. Corinna Köbele, Künstlerstadt Kalbe, gewann mit dem „Garten der Nationen“ den ersten Preis. Migranten bewirtschaften dabei in Kalbe einen ehemals verlassenen Garten, bereinigten diesen und pflegen mittlerweile nicht nur Obst und Gemüsesorten sondern auch gute Kontakte mit den ortsansässigen Nachbarn.

Das Preisgeld des zweiten Platzes nutzte Ines Ranke, Bildungs- und Begegnungsstätte „Amicus“ in Stendal, sofort für den Kauf von Tischen und Stühlen. In der Einrichtung des Deutschen Roten Kreuzes an der rolandstädtischen Stadtseeallee gibt es eine Vorschulgruppe, die sich aus hauptsächlich syrischen und afghanischen Kindern zusammensetzt, die keinen Kindergartenplatz erhalten haben. Für den Deutschunterricht, das Malen und andere Lernaufgaben, sind die Möbel – auch noch auf längere Sicht – wichtig.

Anika Köpke nahm die 1000 Euro für eine Anschaffung im Jahr 2015 in Empfang, die dem Projekt „Lokale Allianz für Menschen mit Demenz“ unter anderem zugute gekommen ist. Verschiedene Träger im Landkreis können den „Alters-Simulations-Anzug“ für Schulungen ihrer Mitarbeiter beispielsweise nutzen. Eine Brille gehört unter anderem auch dazu, die altersbedingte Augenerkrankungen darstellt.

Zum dritten Mal werden die 5000 Euro auf Initiative der Altmärkischen Bürgerstiftung und der Kreissparkasse Stendal ausgelobt. Die öffentliche Vergabe ist am 27. September, 17 Uhr, im Fortbildungszentrum der Sparkasse an der Arneburger Straße in Stendal.

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