Ausschüsse befürworten „Mitte“-Antrag / Kontroverse Diskussionen im Vorfeld

Bücherei kostenfrei für die Jugend

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Glaubt man wirklich, dass Kinder im Grundschulalter öfter in die Bibliothek gehen, weil das kostenfrei ist? Trotz solcher kontroverser Debatten gaben zwei Fachausschüsse dem „Mitte“-Antrag grünes Licht. Nun muss der Stadtrat entscheiden.

Stendal. Die Nutzung der Stadtbibliothek soll für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre kostenfrei sein. Das ist der Wunsch der Fraktion „Die Mitte“ aus SPD, FDP und Piraten im Stadtrat. Der Wunsch hat nun gute Chancen, wahr zu werden.

Denn die relevanten Ausschüsse, Finanzausschuss und Kulturausschuss, haben dem Antrag nun grünes Licht gegeben – und zwar beide.

Die Kostenbefreiung für Jugendliche wird damit zur Entscheidungsgrundlage für den Stadtrat. Konkret beinhaltet der Antrag, dass die Stadtratsmitglieder auf eine maximale Aufwandsentschädigung verzichten wollen. 144 Euro könnten sie pro Stadtrat und Monat bekommen, laut Antrag soll es bei 110 Euro bleiben. Dadurch würde die Stadt 16 230 Euro sparen. Außerdem spart sie schon, weil es weniger Stadträte gibt als in der vergangenen Legislaturperiode: 40 statt bisher 53 Mitglieder. 17 160 Euro spart die Stadt durch diesen Punkt. Mit diesen Ersparnissen sollen wegfallende Gebühren von Kindern und Jugendlichen in der Bibliothek kompensiert werden.

Nach Angaben der Stadtbibliothek nutzen derzeit etwa 750 Kinder bis 14 Jahre und etwa 200 Jugendliche und junge Erwachsene von 16 bis 24 die Bibliothek gegen eine Gebühr von 7,70 Euro. Die von der Fraktion „Die Mitte“ angeregte Neuerung, Kindern und Jugendlichen eine kostenfreie Nutzung zu gewähren, würde nach deren Angaben gerade einmal 3000 Euro kosten.

Zum Teil kontrovers diskutierten die Räte den Entwurf mit dem Titel „Förderung des Leseverhaltens junger Stendaler“: [...]

Von Kai Hasse

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