Telekom und Zweckverband buhlen in Goldbeck und Eichstedt um Kunden für Glasfaser-Internet

Breitband: Konkurrenz in der Modellregion

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Zweckverband und Telekom gehen bei Glasfaser-Internet in Konkurrenz

mei Goldbeck / Eichstedt. Ausgerechnet in der Breitband-Modellregion bekommt der kommunale Zweckverband jetzt Konkurrenz durch die Telekom

Das Unternehmen wirbt mit dem Motto „Goldbeck und Eichstedt gehen auf die Überholspur: mit 100 MBit/s ins Internet“ für seine Vectoring-Technik für mehr als 200 Haushalte und damit, dass die neuen VDSL-Anschlüsse in den Gemeinden Goldbeck und Eichstedt jetzt buchbar seien. „Das neue Netz ist so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig funktionieren“, teilt Telekom-Sprecher Georg von Wagner mit. Um die Haushalte mit dieser Technik versorgen zu können, habe die Telekom Glasfaserleitungen neu verlegt, drei Schaltverteiler aufgebaut und vorhandene erweitert.

Auf Glasfaser setzt auch der Zweckverband Breitband Altmark (ZBA), den es seit knapp vier Jahren gibt, gegründet von den beiden altmärkischen Landkreisen. Allerdings tut sich der ZBA schwer, auf dem Lande eine wirtschaftlich ausreichende Anschlussquote zu akquirieren. Das heißt konkret: Eine bestimmte Prozentzahl der Haushalte muss sich dazu verpflichten, schnelles Internet über den ZBA zu wollen, nur dann wird auch gebaut. Der Raum Arneburg ist beim ZBA der sogenannte „Cluster 1“, also das erste Ausbaugebiet. Schnelles Internet hat dort zwar noch niemand, aber man arbeite daran. Der ZBA wirbt mit der Zukunftsfähigkeit seines Netzes, das weit höhere Geschwindigkeiten als 100 Mbit/s wie bei der Telekom-Technik ermöglicht.

Goldbeck und Eichstedt gehören zur Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck. Dort muss der ZBA nun gefasst darauf sein, dass der eine oder andere nicht länger warten will und bei der Telekom zuschlägt. „Hohes Tempo im Internet ist ein enormer Standortvorteil für die Gemeinden, aber auch für jede einzelne Immobilie“, wirbt Andreas Meyer, Regiomanager der Telekom für den Vectoring-Ausbau im Landkreis Stendal, für sein Projekt.

Wann genau die ersten Kunden im ZBA-Netz surfen können, ist unklar. Auf der Internetseite des Verbandes heißt es lediglich, dass ab 2015 das Glasfasernetz gemeinsam mit der DNS:NET Internet Service GmbH errichtet werde.

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