Weniger Auslöser als noch 2014 / Ortmann: „Für Buchholz ein Gewinn an Lebensqualität“

Blitzer in Stendal bringt 172.000 Euro

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Fest installierte Geschwindigkeits-Messanlagen in Ortschaften können die Lärmbelästigung für die Anwohner spürbar senken. So ist es auch im Stendaler Ortsteil Buchholz.

Stendal. Obwohl die Säulen des Buchholzer Blitzers bereits seit dem Frühjahr 2014 ihren Dienst verrichten, fahren immer noch sehr viele Autofahrer mit erhöhter Geschwindigkeit durch den Stendaler Ortsteil.

Von Januar 2015 bis Ende Oktober sind Verwarn- und Bußgeldbeträge in Höhe von insgesamt 172 027 Euro angefallen, wie die Stadtverwaltung mitteilt. Die übrigen Ergebnisse für den Rest des Jahres seien noch nicht ausgewertet. Die fest installierte Geschwindigkeits-Messanlage, wie der Blitzer korrekt heißt, ist die einzige ihrer Art im ganzen Landkreis.

Von den mehr als 172 000 Euro sind laut der Stadt 62 739 Euro an den Vertragspartner für den Betrieb der Anlage abzuführen. Die Höhe der Ausgaben für die Stromversorgung beträgt im genannten Zeitraum rund 1251 Euro.

Von Anfang Januar bis Mitte November 2015 hat die Radarfalle in beide Fahrtrichtungen über 10 000 Mal ausgelöst. „Die Aufstellung der Anlagen hatte von Anfang an eine verkehrserzieherische Wirkung. Für die Bewohner des Ortsteils Buchholz ist das stationäre Messgerät ein Gewinn an Lebensqualität“ berichtet Stadtsprecher Klaus Ortmann auf AZ-Anfrage. Durch den Blitzer habe sich die Sicherheit im Straßenverkehr in dieser Ortschaft der Hansestadt verbessert. „Auch die Lärmbelästigung für die Anwohner hat durch die Geschwindigkeitsreduzierung spürbar abgenommen“, so Ortmann weiter.

Vergleicht man die Werte aus 2015 mit denen des Vorjahres, so ist die Zahl der Auslöser im vergangenen Jahr geringer. Dabei war der Blitzer im Jahr 2014 lediglich neun Monate aktiv. Aufzeichnungen darüber, wie oft der Blitzer ausgelöst hat, existieren bei der Stadtverwaltung seit dem 10. April 2014. Von April bis Dezember verzeichnete die Geschwindigkeits-Messanlage knapp 15 000 Auslöser.

Die Spitzenwerte liegen bei durchschnittlich rund 90 Auslösern pro Tag, so etwa Anfang Juni 2014. Im August desselben Jahres sorgte eine Baustelle dafür, dass diese Zahl auf 28 sank.

Eine Installation weiterer stationärer Messanlagen ist von Seiten der Hansestadt Stendal derzeit nicht geplant. Ein Grund dafür sei die zu erwartende Entwicklung des Verkehrsaufkommens mit dem Lückenschluss der Autobahn 14 in den nächsten Jahren. „Danach kann die Situation neu bewertet werden“, sagt Klaus Ortmann, „und gegebenenfalls sind weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit durch stationäre Geschwindigkeitsüberwachung in unseren Ortschaften zu schaffen“.

Von Mike Höpfner

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