WWF-Projektleiterin „Wolf Sachsen-Anhalt“ zieht Fazit nach fast zwei Jahren im Raubtier-Einsatz

„Besetzt Nische, die ihm gehört“

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Sechs der 34 Wolfsrudel Deutschlands sind in Sachsen-Anhalt auf Pirsch. Damit Konflikte zwischen Menschen und dem streng artengeschützten Beutegreifer sachlich gelöst werden, ist Wildbiologin Yvette Krummheuer von Arneburg aus aktiv.

Arneburg. Der Wolf und der Mensch – ein weites Feld. Und so ist es Yvette Krummheuers Auftrag, die Konflikte zwischen den Menschen und dem streng artengeschützten Raubtier zu minimieren.

Die Wildbiologin leitet von Arneburg aus das Projekt „Wolf Sachsen-Anhalt“ der Naturschutzorganisation WWF. Es wird mit EU-Geld und in Zusammenarbeit mit Andreas Berbig von der Landesreferenzstelle Wolfsschutz im Biosphärenreservat Mittelelbe finanziert. Es hat seinen Sitz an der Breiten Straße und endet im August 2015.

Die Projektleiterin, die seit 2006 auch in Brandenburg im Wolfsmonitoring tätig ist, organisierte eine Schulung für Riss-Gutachter. Die Fachleute werden auf Weiden gerufen, wenn es gilt, zu klären, ob Beutegreifer Canis Lupus oder doch ein wildernder Hund zugebissen hat. Es sollen möglichst Kräfte aus der Fläche sein, die sich in den Gebieten gut auskennen.

Auf die Folgen des im Frühjahrs geschlossenen Kooperationsvertrags des Landesjagdverbandes mit Sachsen-Anhalts Regierung ist die Wildbiologin gespannt.

Von Antje Mahrhold

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