Ärztin gibt Ratschläge

Hoch „Annelie“ bringt bis zu 37 Grad nach Stendal: Bereit für tierische Hitze

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Die südamerikanischen Nasenbären leben eigentlich in tropischen Regenwäldern. Wenn es zu heiß wird, suchen sich diese Exemplare in Stendals Tiergarten ein schattiges Plätzchen.

Stendal. Hoch „Annelie“ wird uns am Wochenende Temperaturen von bis zu 37 Grad bescheren. Mit diesem Kaiserwetter wäre der Sommer dann auch endgültig in der Rolandstadt angekommen.

Dennoch gibt es einige Dinge zu beachten, denn die hohen Temperaturen bergen körperliche Gefahren.

Tiere brauchen Abkühlung

„Auch wenn man seine Top-figur zeigen will, sollte man an den heißen Tagen keine enge Kleidung tragen“, warnt Amtsärztin Dr. Iris Schubert, „sonst kann die Haut nicht atmen“. Auch in punkto Ernährung sollten sich die Altmärker den Witterungsverhältnissen anpassen. „Am Tag sollten zwischen zwei und drei Liter Flüssigkeit getrunken werden, etwa Mineralwasser oder heiße und kalte Tees“, empfiehlt die Medizinerin, „dazu leichte Speisen wie Fisch, Gemüse oder Obst“.

Die Mittagshitze ist zu meiden. Wer die Möglichkeit hat, solle im Schwimmbad oder Badesee Abkühlung suchen. Dabei gilt es, den Körper langsam abzukühlen. „Wer mit überhitztem Körper ins kalte Wasser geht, risikiert einen Kreislaufkollaps“, warnt Schubert. Und wer die heiße Tageszeit im Büro, Eigenheim oder auf dem Balkon eines Elfgeschossers in Stadtsee verbringt, sollte regelmäßig die Handgelenke unter fließend kaltes Wasser halten oder sich kalte Kompressen auf Stirn oder Dekolleté legen. Schutzbedürftige, also Kinder und ältere Menschen, sind besonders gefährdet. „Kleinkinder haben ein anderes Temperaturgefälle als Erwachsene“, so die Amtsärztin im AZ-Gespräch, „aber eine gute Mutti weiß, ihr Kind nicht in die pralle Sonne zu stellen“. Es sei generell immer wichtig, auf seine Mitmenschen Acht zu geben, appelliert Schubert.

Das Hochdruckgebiet verdankt seinen Namen übrigens einer 90-jährigen Dame aus Konstanz, Dr. Annelie Dehnert-Hilscher. Das Berliner Institut für Meteorologie vergibt jährlich Patenschaften für Hochs und Tiefs.

Von Mike Höpfner

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