Unterhaltungskosten für Landwirtschaftsweg strapazieren Hansestadt-Etat

Beliebte „Schnellstrecke“ braucht dringend Pflege

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Risse und Senken: Für zwei Kilometer bis zur Grenze nach Osterburg müsste die Hansestadt 18.000 Euro zahlen.

Behrendorf / Rengerslage. Die Bitumenpiste ist als zeit- und vor allem kilometersparende „Schnellpiste“ bei Autofahrern überaus beliebt.

Dabei handelt es sich bei der Abkürzung zwischen Werbens Ortsteil Behrendorf und dem zur Nachbar-Einheitsgemeinde Osterburg zählenden Dorf Rengerslage um einen sogenannten Landwirtschaftsweg. „Der Weg wird ständig befahren und das nicht nur zur Erntezeit“, weiß Arneburg-Goldbecks Bauamtsleiterin. Simone Kuhlmann war dabei, als die Mitglieder des Bau-Ausschusses der Hansestadt wegen des Zustands der Strecke einen Vor-Ort-Termin anberaumt hatten. „Wir müssen dringend etwas tun, sonst wird es immer schlimmer“, betont Stadtratsmitglied Wolfgang Trösken. Der Behrendorfer Landwirt kennt die Piste aus dem Effeff. Es gebe bereits Senkungen und Risse, fordert er ein schnelles Eingreifen möglichst noch vor dem nächsten Frost.

Der als Abkürzung in die Ex-Kreisstadt hoch im Kurs stehende Weg sei 2003/2004 mit Hilfe von Fördergeld errichtet worden. Solche Strecken stellten die Kommune allerdings vor ein finanzielles Folgeproblem, erläutert Kuhlmann. Denn für den Unterhalt und die Pflege von solch geförderten Strecken „gibt es keine Fördermittel“. Die Amtsleiterin: „Das ist der große Nachteil.“ Somit müsse die Hansestadt für eine Oberflächenbehandlung mit Teerschicht und Splitt eine Summe von etwa 18 000 Euro aufbringen. Angesichts der leeren Stadtskasse ein großes Problem. Zuständig sei Werben dabei aber nur für ein Teilstück von etwa zwei Kilometern – und zwar genau bis zur Gemarkungsgrenze, die Arneburg-Goldbeck von Osterburg trennt. Diese Grenze befinde sich an der „scharfen Kurve“.

Warum der Weg allerdings überhaupt schon in einem teilweise so alarmierenden Zustand ist, könne eventuell auch am Untergrund der Strecke liegen, diskutierte der Ausschuss. Womöglich soll dazu eine Baugrunduntersuchung nähere Erkenntnisse liefern, kam das Gremium überein.

Von Antje Mahrhold

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