Erträge im Landkreis Stendal sinken kontinuierlich bei steigender Anbaufläche

Beim Silomais geht´s steil bergab

zds/mei Stendal. Immer mehr Silomais, immer weniger Ertrag: Im Landkreis Stendal kam zuletzt nur ein durchschnittlicher Wert von 283 Dezitonnen je Hektar zusammen – 107 weniger als im Vorjahr.

Trotzdem wird immer mehr Mais angebaut – primär als Biogassubstrat, sekundär als Futtermittel.

Der Maisanbau ist längst eine politische Frage: Nimmt die Energiepflanze überhand und verdrängt sie andere Kulturen? Und das, obwohl die durchschnittlichen Erträge bundesweit von stattlichen 476 Dezitonnen pro Hektar (Jahr 2011) über 464 Dezitonnen (2012) auf 390 Dezitonnen (2013) geschrumpft sind? Kartoffeln etwa werden im Landkreis Stendal kaum noch angebaut. Dabei dient Silomais nicht ausschließlich der Bereitung von Biogassubstrat, sondern auch als Futtermittel. Das Rind ist dann die Zwischenstufe für alle, die Maiskolben lieber als Steak essen. Im Landkreis sanken die Erträge in den zurückliegenden drei Jahren kontinuierlich von 442 Dezitonnen (2011) über 390 Dezitonnen (2012) auf 283 Dezitonnen (2013).

Eine andere Schlüsselpflanze ist die Zuckerrübe. Bei ihr erreichten die durchschnittlichen Ernteerträge deutschlandweit zuletzt rund 639 Dezitonnen pro Hektar (2012: 689 Dezitonnen). Auch die Rübe steht zuweilen in der Diskussion: Sie ist die bedeutendste Zuckerpflanze (und Zucker wird ja nicht nur positiv gesehen). Die Nebenprodukte werden als Futtermittel („Rübenschnitzel“) und zur Gründüngung verwendet. Zunehmend gewinnt die Zuckerrübe auch Bedeutung als nachwachsender Rohstoff für die Herstellung von Bioethanol und Biogas, womit Tanke und Teller in Konkurrenz treten.

Im Landkreis Stendal lagen die Zuckerrübenerträge pro Hektar 2013 bei durchschnittlich 514 Dezitonnen (2012: 662 Dezitonnen). Der Winterraps lieferte Ernteerträge von 38 Dezitonnen (Vorjahr: 38 Dezitonnen). Bei Winterweizen wurden rund 66 Dezitonnen pro Hektar geerntet (Vorjahr: 68 Dezitonnen).

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