Stendaler Stadtmusikanten blicken auf 45 Jahre Musikgeschichte zurück

Es begann im September 1971

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Seit 45 Jahren ist er dabei und ein Gründungsmitglied des Stendaler Stadtmusikanten. Jürgen Wolf wurde gerade 22, als er damals einen Fanfarenzug an der Hildebrand-Schule aufbauen helfen sollte. Das Haus der Vereine ist aktuelles Probendomizil.

Stendal. Nun ist auch der 20. Sachsen-Anhalt-Tag, welcher am Wochenende in Sangerhausen gefeiert wurde, Geschichte. Eine musikalische Formation durfte auch in diesem Jahr nicht fehlen.

Sie haben keinen Sachsen-Anhalt-Tag ausgelassen. Auch am jüngsten Wochenende waren die Stadtmusikanten dabei.

„Wir haben nicht einen Sachsen-Anhalt-Tag ausgelassen“, erinnert sich Jürgen Wolf im Gespräch mit der AZ. Und blickt als Gründungsmitglied auf 45 Jahre zurück. Die Historie der „Stendaler Stadtmusikanten“, wie die Blasmusikkapelle seit der Wende heißt, ist nämlich viel älter, als das Fest, welches das noch recht junge Bundesland zelebriert.

„Es war zum Schulbeginn im September 1971, als der damalige Direktor der Hildebrand-Schule, Werner Osterland, an mich mit der Idee herantrat, einen Fanfarenzug aufzubauen.“ Damit sollte eine Tradition des Hauses aufgebaut werden, die kurzzeitig in den 1960er Jahren auflebte. Und welche vor allem in den 1920er und -30er Jahren, als nur Mädchen die Schule besuchten, zum buchstäblich „guten Ton“ gezählt habe.

Jürgen Wolf wurde im Gründungsjahr 1971 gerade 22. Und war erstaunt, das sich zur Gründung der Arbeitsgemeinschaft 120 interessierte Schüler eingetragen hatten. Zunächst bildete er die Trommler des Fanfarenzugs aus, später dann die Bläser. Anfangs funktionierte das noch ohne Notenkenntnisse. „Ich musste mich hinsetzen und lernen.“ Denn Jürgen Wolf trug Verantwortung für bis zu 50 Spielleute, in Trainingslagern, die in Bertingen oder in Badingen veranstaltet wurden. Oder auch beim Sportfest 1987 in Leipzig, als die Stendaler Teil eines Fanfarenzugspektakels waren.

Viele Auftritte haben die Stadtmusikanten in ihrer Geschichte, aus der Tradition der Fanfaren heraus, bestritten. Jörg Genz leitet die organisatorischen Geschicke. Ionel Gigoi führt mittlerweile als musikalischer Leiter die Gruppe an. Vier Trompeten, zwei Klarinetten, eine Tuba, zwei Schlagwerke und drei Hörner (Barriton, Alt und Tenor) werden gespielt.

Anlässlich ihres Jubiläums geben die Stadtmusikanten mit Unterstützung der Sängerin Conny Walnsch am Freitag, 14. Oktober, ein Konzert. Beginn ist um 17 Uhr im Musikforum Katharinenkirche.

Von Alexander Postolache

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