Sanierung oder Neubau im Fokus

Bauvorhaben in den Kitas „Spatzennest“ und „Märchenland“

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Für die Sanierung der Kita Märchenland gibt es bereits konkrete Pläne. Auch die Instandsetzung der Einrichtung in Uenglingen steht im Investitionsprogramm der Stadt.

Stendal. Die Stadt Stendal bereitet sich auf eine steigende Geburtenrate vor. Zu diesem Zweck soll neben der Kita „Märchenland“ nun auch die Kindertageseinrichtung „Spatzennest“ in Uenglingen umfassend saniert werden.

Für beide Baumaßnahmen stehen Fördermittel aus dem Programm „Stark V“ zur Verfügung. Die Rolandstadt wurde bei der Verteilung dieser Mittel mit über drei Millionen Euro bedacht.

445 000 Euro aus diesem Fördertopf sind für die Uenglinger Kita eingeplant. „Dort gibt es viel zu tun“, berichtet Stadtsprecher Klaus Ortmann auf AZ-Anfrage, „da sind einige Um- und Ausbauten fällig, die prioritär erledigt werden müssen.“ Unter anderem solle die Kita, die aus mehreren Gebäuden besteht, in Teilen neu überdacht werden. „Es geht darum, die Kita zukunftsfähig zu machen“, so Ortmann. „Es ist erfreulich, dass die Geburtenrate nach oben gegangen ist. Das wird auch zu einem Teil an den Menschen liegen, die aus Krisengebieten zu uns gekommen sind“, ergänzt der Stadtsprecher. Die Geburtenraten würden laufend beobachtet, sodass Baumaßnahmen wie diese frühzeitig in Angriff genommen werden können.

Allerdings ist man sich in der Stadtverwaltung über die hohen Kosten dieses Bauvorhabens bewusst. „Man könnte meinen, dass man für diese Summe schon fast eine neue Kita bauen könnte“, sagt Ortmann weiter. Aber ob eine Kita oder ein anderes Gebäude in städtischer Hand saniert oder in Teilen neugebaut wird, sei ein langer Entscheidungsprozess. „Da werden alle Optionen abgeklopft.“

Eine Beschlussvorlage für die städtischen Ausschüsse oder den Stadtrat gibt es noch nicht. Ortmann: „Wir haben noch nix auf dem Papier.“ Allerdings gäben die Richtlinien des „Stark V“-Förderprogrammes vor, dass die Mittel bis zum Jahr 2018 begrenzt sind. „Obwohl wir bis dahin noch Zeit haben, sind wir doch bemüht, die Baumaßnahmen dort schnell umzusetzen.“

Ob es dort auch eine Erweiterungsmaßnahme wie in der Kita „Märchenland“ geben wird, steht noch nicht fest. „Auch in der Märchenland-Kita haben wir eine Containervariante ins Auge gefasst“, sagt Ortmann. Die Kita-Kinder aus dem „Märchenland“ an der Juri-Gagarin-Straße können sich nämlich bald über noch mehr Spielkameraden freuen. Derzeit ist dort Platz für 180 junge Altmärker. Allerdings ist jetzt eine Erhöhung der Kapazitäten „um 30 Plätze dringend erforderlich“, wie es die Stadtverwaltung in einer entsprechenden Beschlussvorlage formuliert hat.

Von Mike Höpfner

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