Musik- und Kunstschule trifft bei Nachwuchs und Gästen den richtigen Ton

Ballett gewiss kein Ponyhof: Mädchen zeigen Rückgrat

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Tänzerinnen des Ballettstudios „La danse“ geben den Gästen eine Kostprobe ihres Könnens. Elisabeth Seyer spielt Kontrabass, Maike Schymalla Posaune. Der musikalische Nachwuchs tanzt und singt, beweist sich am Instrument wie Jonas mit Cello oder malt wie Marie (3) im Atelier.

Stendal. Die junge Frau führt den linken Fuß nach vorn und drückt ihn besonders gerade nach unten. Ihre Nachbarin bewegt die Arme auffallend grazil zueinander.

Und die Dritte im Bunde kann irgendwie alles ungewöhnlich gut, zumindest für die Augen von Laien, wie es sie in diesem Moment zahlreich gibt. Ballettlehrerin Mariana Hadzhiyski leitet souverän und mit liebevoller Strenge durch das Programm. Im Saal der Musik- und Kunstschule in Stendal ist es mucksmäuschenstill. Allein die Anweisungen der Trainerin auf Französisch und die klassischen Klänge vom Band sind zu hören. Endlich darf geklatscht werden. „Bravo“ heißt es aus dem Publikum. Gut 20 Anfänger und Fortgeschrittene zeigen, was sie gelernt haben.

Die Kunstschule hat ihre Tür geöffnet und gibt an diesem Tag vor allem den Kindern der „musikalischen Früherziehung“ eine Bühne. Elisabeth Seyer und Sebastian Socha haben fleißig mit ihren Schützlingen geübt. Der „Frühlingstanz“ und das Lied von den Intervallen lassen so manches junges Talent erahnen. Mehr aber auch nicht, der Weg sei lang und steinig. „Neben den musischen Fähigkeiten fördern wir das Durchhaltevermögen und den Gemeinschaftssinn“, sagt Musikschulleiterin Maike Schymalla im Gespräch mit der AZ. Woran das Herz am meisten hängt und wie es nach der Sommerpause weitergehen soll, darüber können sich Kinder und Eltern mit den Fachlehrern unterhalten. Auch andere Besucher fragen nach Angeboten im Adam-Ileborgh-Haus. Die Warteliste für das Klavier ist derzeit besonders lang, die für Blasinstrumente nicht.

Ein Konzert im Foyer ist ein weiterer Höhepunkt des Stelldicheins. Der Förderverein hat für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt. Die Veranstalter zeigen sich mit der Resonanz zufrieden. Dass zeitgleich weitere Veranstaltungen in der Stadt stattfanden, habe sich nicht negativ ausgewirkt, im Gegenteil.

Von Marco Hertzfeld

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