Vorschlag eines Einwohners ruft Verwaltung auf den Plan / Lage und Kosten werden geprüft

Bald Spielgeräte am Wernerplatz?

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Der Wernerplatz böte genügend Platz für Spielgeräte. Ob er aber ein geeigneter Ort für spielende Kinder ist, wird die Verwaltung in den nächsten Wochen prüfen.

Stendal. Die Dichte an Spielplätzen im Altstadtbereich und der Bahnhofsvorstadt ist nicht besonders hoch.

In der Einwohnerfragestunde der Stadtratssitzung am Montag kam daher die Frage auf, ob auf dem Wernerplatz an der Nicolaistraße nicht Spielgeräte für ganz junge Altmärker aufgestellt werden könnten. Die Verwaltung begrüßt zwar grundsätzlich das Vorhaben, ist sich aber nicht sicher, ob der Wernerplatz der geeignete Ort dafür sein wird.

„Auf jeden Fall müssen wir selber erst einmal darüber nachdenken“, sagt Stadtsprecher Klaus Ortmann, „die Spielplätze in der Altstadt sind rar gesät.“ Ortmann weiß noch von einer Anlage an der Blumenthalstraße. „Wir müssen kontrollieren, ob es möglich ist und wenn ja, in welcher Form Spielgeräte dort aufgestellt werden könnten.“

Auch in der Verwaltung selbst weiß man von dem Wunsch einiger Eltern, die sich einen oder mehrere Spielplätze im Innenstadtbereich wünschen. Doch der Bau eines Spielplatzes verlange organisatorische Vorarbeit. „Es reicht nicht, wenn wir da einfach eine Rutsche hinstellen“, ist sich der Stadtsprecher sicher. Wichtig sei auch die Verkehrslage. Der Wernerplatz hat an drei von vier Seiten eine Straße – Nicolaistraße, Frommhagenstraße und Annenstraße. Dies könnte ein ausschlaggebender Punkt sein, der einen Spielplatzbau verhindern könnte. Denn durch den fahrenden Verkehr könnte ein Gefahrenpotenzial für den spielenden Nachwuchs entstehen.

„Wir haben am Wernerplatz auch ein bestimmtes Klientel“, so Klaus Ortmann im AZ-Gespräch. In den Mülleimern und teilweise auch auf der Erde finden sich dort leere, manchmal zerbrochene Glasflaschen. Wie auch an anderen städtischen Spielplätzen würde sich auch hier der Konsum von alkoholischen Getränken oder Zigaretten durch Jugendliche oder Erwachsene kaum kontrollieren lassen. Darüber hinaus gibt es noch die Gefahr, dass neu angeschaffte Spielgeräte in einem Akt von Vandalismus zerstört werden könnten. Etwa wie am Hartungswall. „Das Problem der Sachbeschädigung würde auch am Wernerplatz nicht anders sein“, so schätzt Ortmann die Lage ein. Bevor der Bau überhaupt beginnen kann, müsste zunächst eine Beschlussvorlage erstellt werden. „Und für einen Spielplatz muss auch erst noch das passende Areal gefunden werden. Kinder brauchen Ruhe“, resümiert der Stadtsprecher.

Von Mike Höpfner

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