Umschlagplatz nicht mehr auf Streichungsliste  /  2012 für die Bundeswehr errichtet

Hassel: Bahnhof bleibt, wird aber kaum genutzt

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Transportpanzer vom Typ „Fuchs“ werden auf dem Militärbahnhof bei Hassel verladen. Die Aufnahmen zeigen einen Einsatz, der im Mai vor zwei Jahren auf dem Gelände vonstatten gegangen ist. Inzwischen werde das Areal aber nur noch selten in Anspruch genommen, erklärte ein Sprecher der Bundeswehr.

dpa/tje Hassel. Den zuletzt zur Stilllegung vorgesehenen Güterbahnhof bei Hassel will die Bahn-Tochter Cargo nun doch am Netz lassen.

Der Umschlagsplatz für Panzerzüge stehe nicht mehr auf der Streichungsliste, die das Unternehmen im Mai veröffentlicht hatte (die AZ berichtete). Nach Angaben eines Sprechers habe es sich um einen internen Vorschlag gehandelt, dass die Anlage aus Kostengründen nicht mehr bewirtschaftet werden solle. Auf der Liste standen bundesweit insgesamt 215 Güterbahnhöfe, wovon sich 13 auf dem Gebiet Sachsen-Anhalts, darunter auch eine Einrichtung in Tangerhütte, befinden.

Der Panzer-Bahnhof nahe der Elbe werde den Angaben eines Sprechers der Bundeswehr zufolge inzwischen aber kaum noch genutzt. Der Güterbahnhof war erst im Jahr 2012 eigens für die Bundeswehr errichtet worden. Die Kosten betrugen seinerzeit 6,5 Millionen Euro.

Die AZ berichtete zuletzt im Mai 2014 über eine Verladungsaktion der Truppe, die auf dem Hasseler Güterbahnhof stattgefunden hatte. Zwischenzeitig war das Gelände auch für Holztransporte zum Zellstoffwerk genutzt worden, wovon zuletzt diverse Kiefernrindenreste an der Zufahrtstraße kündeten.

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