Baustart für Haltepunkt Hochschule Stendal im September 2017 / Kosten: 2,2 Millionen Euro

Bahn verschiebt weiteres Projekt

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Der Bahnhaltepunkt auf der Strecke Stendal-Wittenberge soll in unmittelbarer Nähe der Hochschule gebaut werden. Die Deutsche Bahn hat den Baustart auf September 2017 verschoben.

mei Stendal. Nach den Verzögerungen der Arbeiten am Stendaler Hauptbahnhof (AZ berichtete) verschiebt sich auch ein weiteres Projekt der Deutschen Bahn: Eigentlich sollte der Bahn-Haltepunkt an der Stendaler Hochschule schon längst Realität sein.

Doch die Bahn hat auch dieses Projekt verschoben. Baubeginn für die neue Verkehrsstation soll nun im September 2017 sein. Im Jahr 2018 ist die Inbetriebnahme geplant, teilt Bahn-Sprecherin Erika Poschke-Frost mit.

Gebaut wird der Haltepunkt in unmittelbarer Nähe der Hochschule neben der Eisenbahnbrücke Osterburger Straße. Nach Angaben der Bahn entstehen zwei 155 Meter lange und 55 Zentimeter hohe Bahnsteige, die mit einem Wegeleit- und Informationssystem sowie Beleuchtung und Wetterschutz ausgestattet sind. „Die Zugänge zu den Bahnsteigen werden barrierefrei errichtet“, betont Bahn-Sprecherin Poschke-Frost.

Der neue Haltepunkt ist Bestandteil des Bahnhofsprogramms und kostet die Bahn und das Land Sachsen-Anhalt circa 2,2 Millionen Euro.

Die Verzögerungen am Hauptbahnhof hatte die Bahn mit einem zu hohen Grundwasserspiegel begründet. Deshalb habe man den Plan, Aufzüge in den Tunnel einzubauen, verwerfen müssen. Jetzt sei eine komplett neue Personenunterführung in alter Lage mit integrierten Aufzügen vorgesehen. Die Planung dafür laufe gegenwärtig. In diesem Zuge will man die Bahnsteige auf 55 Zentimeter erhöhen – das Gesamtpaket jedoch nicht vor dem zweiten Quartal 2019. Oberbürgermeister Klaus Schmotz hatte enttäuscht und mit Unverständnis auf die neuerliche Verzögerung der Barrierefreiheit am Hauptbahnhof reagiert (AZ berichtete).

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