Sabine Sturm schafft Vertrauen, schult Motorik und gibt Sicherheit

Babyschwimmen: „Bine“ nimmt die Angst vorm Nass

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Mama Lena schenkt noch ein Lächeln. Rückwärts durch das Wasser gleitend nimmt Sabine Sturm den fünf Monate jungen Leander mit zum Fototermin. Die anderen Mütter warten an jenem Montag an der Seite, damit ihre Beine nicht auf dem Foto stören.

Stendal. „Und zum Schluss gibt es von der Bine noch einen dicken Kuss. “ Mit diesen lieben Worten der Sabine Sturm nehmen ganz junge Menschen in erwachsener Begleitung Abschied für ein paar Tage. Wenn nicht gerade Ferien sind, sehen sich alle am folgenden Montag wieder.

Nur wenige Sekunden bleiben Volker Hamberger für das Unterwasserbild im Wellenbecken der Altmark Oase.

Es sei denn, die Mädchen und Jungen sind zu alt fürs „Babyschwimmen“ geworden. Doch auch für Kleinkinder ab 18 Monaten gibt es in der „Altmark-Oase“ (Altoa) weiterführende Erfahrungen im kollektiven Erlebnis mit dem Nass.

Seit 2002 ist „Bine“ am montäglichen Vereinstag mehrfach im Wasser des Wellenbeckens zu erleben. In der Regel begrüßt sie etwa 40 Babys am Tag – in zwei Gruppen, samt Elternteil. Meist sind es die Mütter, die die Möglichkeit haben, die Chance wahrnehmen, die Sinne ihres Nachwuchses zu schulen und das gegenseitige Vertrauen auszubauen. Es waren aber auch schon mehr als 50 Babys am Tag. Dann wird es schon ziemlich gemütlich bei der jeweiligen Begrüßungsrunde.

Die Babys und ihre erwachsenen Begleiter begrüßen sich immer zu Beginn der Schwimmrunde.

Um Vertrauen ging es auch am vergangenen Montag und wird es auch in der kommenden Woche, dem letzten Babyschwimmen vor den Sommerferien, gehen. Denn Fotograf Volker Hamberger tauchte mit seiner Kamera ab, um Unterwasser-Fotos zu schießen. Mit dem Nachwuchs wurde zuvor geübt. Nicht jedem Baby gefällt das Tauchen. Und auch nicht jeder Mutter. Da zeigen sich die Väter gelassener und sind stolz, wenn das Kind nach der Unterwasser-Erfahrung weiter lacht.

Das Vertrauen der Eltern erarbeitet sich Sabine Sturm recht schnell, behält bei den Übungen, die Kind und Erwachsener gemeinsam erleben, den Überblick. Nimmt Ängste und hilft.

„Es ist nicht nur die Bindung zu den Eltern, die hier gestärkt wird“, sagte Sabine Sturm, die auch ihre drei Enkelkinder beim Babyschwimmen begleitet hat. Kinder und Mütter pflegen soziale Kontakte. Und: Die Motorik der Babys wird geschult. „Wer in dieser Gruppe dabei war, hat es später viel leichter das Seepferdchen zu machen.“ Und wird vielleicht auch später begeisterter Schwimmer im Verein der Wasserfreunde Stendal, die im Altoa trainieren.

Nach den Sommerferien gehen das Babyschwimmen und weitere Angebote für Kinder an der Schillerstraße weiter. Infos: altmark-oase-stendal.de

Von Alexander Postolache

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