Mögliche Ida-Konzepte beschäftigen Politik und Verwaltung / Erst Sanierung Schadewachten

Sperlingsberg: Außengastronomie nicht vor 2017

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Seitdem rund um die Sperlingsida nicht mehr geparkt werden darf, gibt es seitens der Politik Fragen nach einer Außengastronomie. Die Verwaltung will sich zunächst um den Ausbau der Rathenower Straße und des Schadewachten kümmern.

Stendal. Noch gibt es keine konkreten Pläne für die künftige Ausgestaltung des Sperlingsberges. Jetzt, wo dort nicht mehr geparkt werden darf und der Platz die Fußgängerzone in die südliche Richtung verlängert, gebe es die Chance, verstärkt Außengastronomie anzubieten.

Findet zumindest CDU-Stadtrat Hardy Peter Güssau. „Ich habe von einigen Gewerbetreibenden dort die Anfrage bekommen, ob zum Beispiel die Fahrradständer nicht am Sperlingsberg entfernt und an einem sinnvolleren Ort aufgestellt werden können“, so der Kommunalpolitiker in der vorigen Sitzung des Stadtrates.

„Wir haben uns natürlich mit dieser Anfrage beschäftigt und erwägen, einen Teil der Fahrradhalterungen am Sperlingsberg zurückzubauen“, sagt Stadtsprecher Klaus Ortmann. Vor den Türen eines Restaurants an der Rathenower Straße, direkt gegenüber vom Sperlingsberg, hätte man damit bereits begonnen. „Der Inhaber wollte seine Außengastronomie erweitern“, so Ortmann. Die momentan noch übrigen vier Bügel zur Fahrradhalterung vor dem Restaurant sollen allerdings auch künftig erhalten bleiben. Für die entfernten Halterungen müsse die Stadt nun nach neuen Plätzen suchen.

Eine konkrete Planung für die Fläche rund um die Sperlingsida wird es trotzdem in absehbarer Zeit nicht geben. Grund dafür sind zwei geplante Baumaßnahmen in unmittelbarer Nachbarschaft der Ida. „Wir sanieren ja ab 2017 erst die Rathenower Straße und dann voraussichtlich gegen 2018 den Schadewachten. In diesem Zusammenhang muss man mal gucken, wie der Sperlingsberg ausgebaut werden kann“, verrät Ortmann. „Der Schadewachten wird ein großes Projekt mit mehr als einer Million Euro Kosten.“

Ein gestalterischer Aspekt wäre, zunächst den hohen Bordstein einzuebnen, der den Sperlingsberg von der Rathenower Straße trennt. „Das ist ja wie eine Barriere“, so der Stadtsprecher. Im Zuge der Umgestaltung des Schadewachtens und der Rathenower Straße wird sich die Stadtverwaltung auch um den Sperlingsberg kümmern, ist sich Ortmann sicher. „Der Ausbau des Schadewachten ist ein Riesenende. Danach kann der Sperlingsberg seinem Umfeld angepasst werden.“

Das nächstgrößere Projekt in der Kernstadt wird allerdings die Fußgängerzone selbst. „Mit den Genehmigungen sollten wir bis November durch sein“, so der Stadtsprecher im AZ-Gespräch. Und bevor man sich in der Verwaltung Gedanken um eine mögliche Umgestaltung des Sperlingsberges macht, soll zunächst der Markt wieder seinem angestammten Platz vor dem Rathaus einnehmen. „Der Markt wird bis Anfang 2017 auf dem Sperlingsberg bleiben. Das Wasserspiel am Markt muss in die dortigen Arbeiten eingetaktet werden. Daher wird es in diesem Jahr wohl nichts mehr“, so der Stadtsprecher. Aber es ist „schon was im Rohr“, was die Planungen für das kommende Jahr betrifft, dies sei aber noch nicht spruchreif.

Von Mike Höpfner

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