Retter hatten am Mittwoch mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen

Ausgebrannte Asylfamilie bekommt neue Wohnung

Die Polizei musste den Einsatzort mit Flatterband absperren. Hunderte Schaulustige verfolgten die Rettungsarbeiten.

kah Stendal. Noch immer stecken den Stendalern im Stadtseeviertel die beiden Brände vom Mittwoch in den Knochen.

Zweimal war ein Feuer in einem der Blocks ausgebrochen, zweimal musste die Rettung über die Balkone laufen – in einem Fall wurden die Kinder in die Hände eines Hausmeisters fallengelassen. Brandursache waren vermutlich technische Defekte.

Die Feuerwehrleute haben einen Kampf mit vielen kleineren Widrigkeiten hinter sich. Eng war es in beiden Fällen: Bei dem Feuer in der Lucas-Cranach-  / Albrecht-Dürer-Straße kamen die Rettungskräfte mit der Drehleiter nicht sofort hinter das Haus zu den Balkonen, um von dort das Feuer anzugreifen – schneller war der Weg durch das Treppenhaus. Bei dem abendlichen Feuer in der Kurt-Schumacher-Straße mussten sie mit ihrem Drehleiter-Fahrzeug durch eine enge Gasse: kaum mehr als ein paar Handbreit rechts und links. „Eine Her-ausforderung, die wir gemeistert haben“, sagte gestern Einsatzleiter Holger Wothe. Die Feuerwehr evakuierte wegen des starken Rauchs auch alle Familien, die oberhalb des Brandherdes wohnten – bis hin zum elften Stock. Derweil mussten die Besatzungen mehrerer Funkwagen der Polizei die Schaulustigen fernhalten. Die Polizei sperrte den Einsatzort mit Flatterband ab. Die Asylbewerber-Familie, die aus dem Haus in der Schumacher-Straße evakuiert werden musste, hat eine Übergangs-Wohnung vom Landkreis bekommen.

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