Sanierung der Ortsdurchfahrt Staffelde im Jahr 2018 geplant / Betonstraße wird ersetzt

Asphalt soll den Lärm schlucken

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Die Ortsdurchfahrt in Staffelde ist Teil der Kreisstraße 1039. Die Straßenoberfläche ist in keinem guten Zustand mehr und soll im Jahr 2018 komplett saniert werden.

Staffelde. Die Bürger der Rolandstadt müssen derzeit im Straßenverkehr noch wacher sein als sonst. Grund dafür sind die zahlreichen Baumaßnahmen an Straßen und Gehwegen.

Doch nicht nur die Kernstadt macht sich hübsch für die kommenden Jahrzehnte, auch in den Ortschaften laufen teilweise schon die Planungen für Sanierungen. Wie etwa in Staffelde. In dem am Rand des Stendaler Stadtforstes gelegenen Ortsteil soll gleich die komplette Ortsdurchfahrt erneuert werden. Die Kosten für das umfangreiche Vorhaben liegen momentan bei rund 100 000 Euro.

Wo momentan noch Betonplatten liegen, soll langfristig eine Asphaltschicht aufgetragen werden.

„In Staffelde soll der obere Teil der Betonschicht durch Asphalt ersetzt werden“, teilt Edgar Kraul, Sprecher des Landkreises, auf AZ-Anfrage diesbezüglich mit. Sowohl Trag- als auch Deckschicht sollen künftig aus Asphalt gemacht sein und die in die Jahre gekommenen Betonplatten ablösen. Die kostspielige Maßnahme dient laut einer Beschlussvorlage des Landkreises in erster Linie einem Zweck: der Lärmbekämpfung.

Die Ortsdurchfahrt dient auch dem Schwerlastverkehr, was den Straßenbelag zusätzlich belastet.

Trotz des desolaten Zustandes der Ortsdurchfahrt werden die Staffelder noch eine Weile auf ihren neuen Straßenbelag warten müssen. Denn „der Bau der Ortsdurchfahrt ist für 2018 vorgesehen“, so die Stimme des Landkreises. Bisher gebe es noch keine konkreten Aktivitäten bezüglich dieser Baumaßnahme. Die für den Bau nötigen Mittel sollen aus dem Förderprogramm „Stark V“ kommen. „Stark V“ ist eine Investitionsförderung, die der Bund für finanzschwache Kommunen bis zu einem Fördersatz von 90 Prozent gibt. Insgesamt stehen in Sachsen-Anhalt 123 Millionen Euro bereit (AZ berichtete). Der darin enthaltene kommunale Eigenanteil von 12,3 Millionen Euro, also zehn Prozent, wird vom Land übernommen. Die Fördersumme für den Landkreis Stendal beträgt knapp 4,1 Millionen Euro.

Die Planung für die Ortsdurchfahrt werde hingegen bereits im zweiten Halbjahr 2017 erfolgen. „Dafür wird dann eine Vollsperrung erforderlich sein“, so Edgar Kraul. Weitere Aussagen wie etwa konkrete Zeiträume können noch nicht gemacht werden.

Von Mike Höpfner

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