Vorwurf der Wahlfälschung aus den eigenen Reihen? / Dr. Marcus Faber (FDP) dementiert /

Anonyme Anzeige gegen Stadtrat

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Ein anonymer Anzeigenerstatter hat den Vorwurf der Wahlfälschung erhoben: Er behauptet, dass Stadtrat Dr. Marcus Faber (FDP) zum Zeitpunkt der Kommunalwahl nicht in Stendal gewohnt habe. Faber sagt: „Ich habe ausnahmslos immer in Stendal gewohnt.“

Stendal. In einer Strafanzeige, die der AZ vorliegt, erhebt ein anonymer Verfasser gegen Stadtrat Dr. Marcus Faber (FDP) den Verdacht der Wahlfälschung. Die Anzeige ist an die Staatsanwaltschaft Stendal adressiert.

„Die Staatsanwaltschaft muss von Amts wegen tätig werden, auch wenn eine Strafanzeige anonym eingeht, sie hat einen Legalitätsgrundsatz“, informiert Michael Steenbuck, Sprecher des Landgerichts, auf Nachfrage. Steenbuck konnte gestern nicht sagen, ob die Strafanzeige bereits eingegangen ist, da noch kein entsprechendes Aktenzeichen angelegt worden sei.

Der Anzeigenerstatter behauptet, der Lebensmittelpunkt von Marcus Faber habe zum Zeitpunkt der Stadtratswahl am 25. Mai nicht, wie angegeben, in Stendal, sondern in Potsdam gelegen. Dementsprechend habe der FDP-Kandidat gegen die gesetzliche Regelung verstoßen, wonach jeder Bewerber am Wahltag seit mindestens drei Monaten im Wahlgebiet wohnen muss. Das Stadtratsmandat sei Faber deshalb zu entziehen, fordert der Unbekannte.

Faber selbst hatte gestern noch keine Kenntnis von der Anzeige.

Von Mike Höpfner

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