478 Ausländer sind altmarkweit arbeitslos

„Ankommen“ für Flüchtlinge: Neue App in fünf Sprachen

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Die neue App für Flüchtlinge steht in den Sprachen Arabisch, Englisch, Farsi, Französisch und Deutsch zur Verfügung.

mei Stendal. Die neue App „Ankommen“ könnte für Geflüchtete zur wichtigen Online-Plattform werden: Welche Schritte durch das Asylverfahren muss ich beachten?

Wann muss mein Kind in die Schule? Wie erhalte ich eine Arbeitserlaubnis? Was tun, wenn ich krank werde? Antworten auf diese und weitere, übergeordnete Fragen erhalten Geflüchtete in der kostenlosen App.

Sie steht in den Sprachen Arabisch, Englisch, Farsi, Französisch und Deutsch zur Verfügung und ist nach dem Download auch ohne Internetzugang nutzbar.

Aber auch Arbeitgeber stehen vor besonderen Herausforderungen, wenn sie geflüchtete Menschen beschäftigen wollen. Fragen dazu, unter welchen Voraussetzungen die Beschäftigung oder Ausbildung eines Geflüchteten möglich ist, was bei einem Praktikum beachtet werden muss oder welche finanziellen Unterstützungsleistungen Arbeitsagenturen und Jobcenter gewähren können, werden auf der neuen Internet-Seite unter dem Link www.arbeitsagentur.de > Beschäftigung von geflüchteten Menschen beantwortet.

Arbeitsmarkt braucht auch ausländische Arbeitnehmer, belegen die Zahlen der Agentur für Arbeit. Im Juni 2015 waren altmarkweit 889 ausländische Arbeitnehmer beschäftigt. Das ist eine Steigerung von 178 Personen bzw. 24,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „In Anbetracht vieler freier Lehrstellen, wachsender Fachkräftebedarfe und alternder Belegschaften bieten uns die Geflüchteten eine große Chance, den Arbeitsmarkt zu stärken“, sagt Markus Nitsch, Chef der Stendaler Arbeitsagentur.

Chancen, den Arbeitsmarkt weiter zu stärken, bieten auch die derzeit arbeitslosen Ausländer, die bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter gemeldet sind. Per Januar 2016 waren in der Altmark 478 ausländische Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Knapp die Hälfte von ihnen kommt aus sogenannten Asylzugangsländern wie Syrien und Irak. Zum Vorjahresmonat hat sich ihre Zahl um 95 Personen bzw. um 20 Prozent erhöht. Trotz dieser steigenden Zahlen ist der Anteil der arbeitslosen Ausländer an allen Arbeitslosen mit 3,9 Prozent immer noch sehr gering.

Viele dieser arbeitslosen Männer und Frauen verfügen über keinen dem deutschen Bildungssystem entsprechenden Berufsabschluss. „Sprache und Ausbildung sind der Schlüssel für eine Integration“, sagt Nitsch. Man berate die Ausländer in allen Belangen mit dem Ziel, sie als Erwerbstätige für die Region zu gewinnen. Mit den Sprachkursen seien dazu erste Grundlagen geschaffen worden.

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