Juli-Ausgabe widmet sich ausführlich einer fünf Wochen alten Veranstaltung

„Altmark Aktuell“ mit Lobgesang auf das „AltmarkMacher“-Festival

Seite 1 der aktuellen Juli-Ausgabe von „Altmark Aktuell“: Der Großteil des vierseitigen Heftes im A4-Format widmet sich das „AltmarkMacher“-Festival, das vor fünf Wochen stattfand.

Altmark. Auf zwei von vier grün-weißen Seiten widmet sich die aktuelle Juli-Ausgabe von „Altmark Aktuell“ dem ersten „AltmarkMacher“-Festival Mitte Juni in Tangerhütte.

Garniert mit einem Foto vom Festivalgelände auf Seite 1, das so gut wie keine Menschen auf der „grünen Wiese“ vor dem „Neuen Schloss“ zeigt, ist in der Überschrift von „großer Resonanz“ die Rede. Attraktiv sei das Ambiente gewesen, und das Angebot mit 40 Programmpunkten habe den Interessenten aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik ein „vielfältiges Angebot zum Meinungs- und Ideenaustausch“ geboten.

Die Resonanz unter den 500 Teilnehmern sei „erfreulich positiv“ gewesen, sodass dieses neue Festivalformat auch künftig fortgeführt werden soll. Weiter geht es auf Seite 1 mit einer Auflistung dessen, was in Tangerhütte im Detail stattgefunden hat, und mit einem „Angemerkt“, in dem Tangerhüttes Einheitsgemeinde-Bürgermeister Andreas Brohm dem Festival attestiert, dass es „nach außen geworben und gezeigt“ habe, wie lebens- und liebenswert die Region ist und dass auch ländliche Gegenden wie die Altmark voller Kreativität, Innovationen und Unternehmergeist stecken.

Während sich Seite 2 dem „Wirtschaftspreis Altmark“ widmet, stellt Seite 3 die Themenfelder des „AltmarkMacher“-Festivals vor. In einer Kolumne ist vom „breiten Echo“ die Rede – mit Verweis auf eine Facebook-Seite und einem Hinweis auf die Zeitung „Die Welt“, die das Festival angekündigt hatte.

Das A4-formatige Heft schließt mit einer Seite über die Kooperation der „Leader“-Regionen in der Altmark und berichtet darüber, dass sich Studenten der Hochschule Stendal für die Entwicklung der Altmark engagieren. Von „wichtigen Entwicklungsimpulsen“ ist da genauso die Rede wie von der „engen Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft“ und einer „bereichernden Quelle an Know-how“. Auch hier wird der Bogen zum „AltmarkMacher“-Festival geschlagen, denn die Hochschule hatte sich dort präsentiert.

„Altmark Aktuell“ wird von der Regionalen Planungsgemeinschaft Altmark herausgegeben und mit Steuergeldern finanziert. Gestaltet und umgesetzt wurde es von einer Lüchower Werbeagentur.

Von Ulrike Meineke

Kommentar

Überflüssig

Von Ulrike Meineke

Ulrike Meineke

Was will uns „Altmark Aktuell“ sagen? Will man darin wirklich lesen, wie toll das „AltmarkMacher“-Festival war? Das Programm der fünf Wochen alten Veranstaltung wurde hier einfach nochmal nachgedruckt, garniert mit einer einzigen Lobhudelei. Wahrscheinlich schicken es die „Macher“ zu ihren Fördermittelgebern, um eine Rechtfertigung zu haben. Ist keinem aufgefallen, dass das Titelfoto eine tote grüne Festival-Wiese zeigt? Die sich mit der in der Überschrift darunter bescheinigten „großen Resonanz“ so etwas von beißt? Wenn wir in der Altmark so eine tolle Wirtschaft haben, warum wurde das Heft dann in Lüchow gemacht? Es ist überflüssig. Da wurde etwas zusammengeschustert, um Fördermittel zu rechtfertigen. Reine Papier- und (Steuer-)Geldverschwendung.

ulrike.meineke@cbeckers.de

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