Peter Schmiedtchen aus Dolle engagiert sich für Tierschutzprojekt in Montana

Altmärker gegen Bison-Hatz aktiv

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Innerhalb des Nationalparks können die majestätischen Tiere unbehelligt leben. Außerhalb dürfen sie vertrieben und zum Teil gejagt werden.

Dolle/Yellowstone. Er hat es wieder getan. Peter Schmiedtchen verbrachte im August erneut seinen Urlaub bei den Bisons in Amerika. Auch zu Hause widmet der Sicherheitsexperte und Honorarprofessor an der Hochschule Magdeburg-Stendal seine Freizeit dem Tierschutz.

Peter Schmiedtchen

Fast jedes Jahr reist der Mann aus dem altmärkischen Dolle nach Montana, um dort mit weiteren Aktivisten aus aller Welt an einem Tierschutz-Projekt mitzuwirken.

Nur rund 4000 Bisons (Büffel) leben heute noch frei in den weiten Amerikas. Im Frühjahr ziehen die Herden aus dem Yellowstone-Nationalpark, in dem sie geschützt sind, in die tiefer gelegenen Regionen von Montana, um dort Nahrung zu finden und ihre Jungen zu bekommen. Nicht überall sind sie willkommen. Ohne Rücksicht auf Verluste und oft mit Billigung der Behörden werden von Farmern, die die Tiere als Konkurrenten auf dem Weideland ihrer Rinder sehen, regelrechte Treibjagden organisiert. Besonders Kälber sterben dabei. In einigen Gebieten ist sogar das Abschießen erlaubt.

Die Tierschutzorganisation Buffalo Field Campaign (BFC) zieht gegen diese Hatz zu Felde. Schmiedtchen unterstützt sie dabei. Diesmal half er, gemeinsam mit Tochter Michelle, einen Infostand im Yellowstone-Park zu organisieren. Dabei ging es auch darum, Unterschriften für einen Antrag auf Gesetzesänderung zu sammeln, um die Tiere besser zu schützen. „Die meisten Touristen wissen nichts vom tragischen Schicksal der Bisons. Meist wurden unsere Aktivitäten begrüßt“, zieht der Tierschützer ein positives Fazit. „Besonders beeindruckt waren die Amerikaner, dass Deutsche mitmachen“, freut er sich.

Auch trage das Engagement inzwischen Früchte. Die Situation habe sich in den vergangenen Jahren entspannt. „Durch Entscheidung des Gouverneurs darf eine begrenzte Zahl Bisons, in Horse Butte – das ist die Halbinsel, auf der Yellowstone Village liegt – ganzjährig außerhalb des Nationalparks bleiben“, berichtet Schmiedtchen.

Von Christian Wohlt

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