Birgit Köpke (Linke) moniert Zustand

Albrecht-Dürer-Straße: „Bei der Planung was vergessen“

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Die Betonplatten in der Albrecht-Dürer Straße sind teilweise stark in die Jahre gekommen. Stadträtin Birgit Köpke sorgt sich um das Wohl der Anwohner, die Verwaltung lässt den Zustand prüfen.

Stendal. Sie waren einst prägender Teil des Stadtbildes. Nun wurden sie bereits an vielen Orten gegen modernere Werkstoffe ausgetauscht.

Doch an einigen Stellen in der Hansestadt gibt es sie noch zur Genüge: die Gehwegplatten aus Beton, wie sie schon in der ehemaligen DDR genutzt wurden. An vielen dieser Platten hat jedoch der Zahn der Zeit genagt, und so können Bürgersteige oder Straßen zu gefährlichen Stolperfallen werden, wenn die Betonplatten aufbrechen oder anders beschädigt sind. „Besonders in der Albrecht-Dürer-Straße scheint man bei der Sanierung einen Teil vergessen zu haben“, ärgert sich etwa Stadträtin Birgit Köpke (Linkspartei). Das sieht man in der Stadtverwaltung natürlich anders. „Bei der Planung in der Albrecht-Dürer-Straße ist natürlich nichts vergessen worden“, sagt Stadtsprecher Klaus Ortmann. Die Tatsache, dass manche Bürgersteige und Straßen besser instandgesetzt seien als andere, habe ganz simple Gründe. „Bei der Sanierung von Fahrbahnen setzen wir natürlich zuerst diejenigen instand, auf den sich der öffentliche Personennahverkehr befindet“, stellt der Stadtsprecher klar. Und in einem Teil der Albrecht-Dürer-Straße habe eine eingehende Planung erwiesen, dass dieser Bereich nicht vorrangig neu gemacht werden müsse.

Köpke sieht hier vor allem die mögliche Benachteiligung für die Anwohner. „Dort wohnen viele Senioren. Und durch den unebenen Belag kann es passieren, dass ältere oder geschwächte Menschen dort hinfallen“, ist die Lokalpolitikerin um das Wohl der Rolandstädter besorgt. Was sie von der Stadtverwaltung in diesem Punkt fordert: eine eindeutige und umfassende Prüfung.

Ortmann weiß um die Zustände fast aller Straßen in der Hansestadt. „Natürlich werden wir das entsprechend prüfen.“ Aber er wiederholt noch einmal, woran alle Bürger beim Zustand der Straßen denken sollten: „Es darf nicht vergessen werden, dass sich die Planung bei der Sanierung an den Trassen des öffentlichen Personennahverkehrs orientiert.“ Das entsprechende Fachamt werde sich um eine zeitnahe Prüfung der dortigen Zustände kümmern, so die abschließende Einschätzung aus der Verwaltung. „Und alles, was gemacht werden muss, wird natürlich auch gemacht“, bestätigt Ortmann. Dementsprechend werden Anwohner aus dem Stadtseegebiet oder Spaziergänger aus dem übrigen Stadtbereich, die speziell in der Albrecht-Dürer-Straße unterwegs sind, noch eine Weile mit den Gegebenheiten vor Ort zurechtkommen müssen.

Von Mike Höpfner

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