70 Teilnehmer demonstrieren für Bleiberecht

Afghanische Flüchtlinge auf dem Winckelmannplatz: „Unsere Zukunft ist in Deutschland“

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Beobachtet und gefilmt wurde die Aktion afghanischer Flüchtlinge von einer Gruppe der „Bürgerbewegung Altmark“.

Stendal. Kinder spielten und hielten Transparente. Musik ertönte, Reden in zwei Landessprachen waren zu hören. Ordnungsamt und Polizei sorgten für klare Verhältnisse und für Abstand zwischen zwei Gruppen.

Ausgelassen spielten die Kinder auf dem Winckelmannplatz, bevor die Demonstration begann.

Beobachtet und gefilmt von rund zehn Mitgliedern der rechtspopulistischen „Bürgerbewegung Altmark“ um Initiator Martin Knaak fand gestern Nachmittag auf dem Winckelmannplatz eine Demonstration statt, die unter dem Titel „Wir brauchen Schutz“ stand. Unterstützt durch die Netzwerke „Refugees welcome Stendal“ und „Herz statt Hetze Stendal“ organisierten Flüchtlinge aus Afghanistan die Aktion, die die öffentliche Aufmerksamkeit auf deren Bleiberecht lenken sollte. Vor allem afghanische Familien waren unter den 70 Teilnehmern der Demonstration. Diese hatten mit Hilfe eines Übersetzers ihre Botschaften verlesen, Banner und Plakate vorbereitet. Mädchen und Jungen zeigten Blätter, auf denen „Unsere Zukunft ist in Deutschland“ zu lesen war. Erwachsene warben für ein „Nein“ zur Diskriminierung und machten deutlich, nicht im Krieg leben zu wollen.

Ein Sprecher dankte im Namen der afghanischen Gruppe für die Hilfe, die sie nach der Flucht und aktuell in Deutschland, in der Altmark erfahren hätten. Und verlas die Freude, die sie darüber empfänden, in Deutschland akzeptiert zu werden. Das Verlassen der Heimat sei nun einmal kein Urlaub. Sondern aus Gründen der Ungerechtigkeit und des Krieges in Afghanistan geschehen.

Von Alexander Postolache

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