Ziegenmelker laut Gericht nicht in Gefahr / Minister hofft, dass es keine weiteren Klagen gibt

A 14 nimmt weitere Hürde

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Auf 30 Kilometern rollt der Verkehr auf der A 14 in den Nachbarländern Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern bereits.

ct Magdeburg / Altmark. „Das ist ein guter Tag für die A 14 und die Menschen in der Altmark“, fiel Landes-Verkehrsminister Thomas Webel hörbar ein Stein vom Herzen, weil es mit dem Projekt endlich weiter geht.

Einen Baubeginn konnte er gestern zwar noch nicht vermelden, zumindest aber sei eine weitere Hürde geschafft.

Das ergänzende Planfeststellungsverfahren für den Bauabschnitt Colbitz-Dolle ist abgeschlossen. Im Januar 2014 hatte das Bundesverwaltungsgericht nach einer Klage der Umweltschutzorganisation BUND diese „Nacharbeiten“ angeordnet, unter anderem, um noch einmal Umweltschutzaspekte zu prüfen. Dabei ging es darum, ob die Vogelart Ziegenmelker durch die Wechselwirkung von A 14 und Übungsstadt Schnöggersburg gefährdet ist. Das sei nicht der Fall, konnte Webel vermelden.

Die fertigen Planungsunterlagen werden nun vom 16. bis 29. Februar in Tangerhütte, Colbitz, Rogätz und weiteren betroffenen Orten ausgelegt. Gibt es keine neuen Einwände, steht dem Weiterbau nur noch eine weitere Gerichtsentscheidung zum Folgeabschnitt Dolle-Lüderitz im Wege. Dieses Verfahren ruht, bis der jetzt gefasste Planfeststellungsbeschluss rechtskräftig ist. Webel hofft, dass es nun keine weiteren Klagen gibt. In diesem Fall könnten (das andere positive Urteil vor-ausgesetzt) noch in diesem Jahr Arbeiten für den Weiterbau beginnen. Als Bauzeit für die beiden, zusammen knapp 24 Kilometer langen und 148 Millionen Euro teuren Abschnitte, seien drei Jahre zu veranschlagen. Webel zeigte sich optimistisch, dass die gesamte 155 Kilometer lange Strecke zwischen Magdeburg und Schwerin 2020 fertig ist.

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