Planer wollen mit rechtskräftigem Abschnitt Colbitz-Dolle beginnen

A 14-Nordverlängerung: BUND sieht neue Eskalationsstufe

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Wieder droht dem Weiterbau der A14 eine Verzögerung.

ct Magdeburg / Altmark. Wird für die Fortsetzung der A 14-Nordverlängerung jetzt endlich der Knoten durchschlagen oder kommt es zum gerichtlichen Showdown zwischen Planungsbehörden und der Umweltschutzorganisation BUND?

Seit Freigabe des ersten, 5,6 Kilometer langen Stücks bei Colbitz Ende 2014 hat sich augenscheinlich nicht viel getan. Klagen gegen die beiden folgenden Abschnitte 1.3 (Colbitz-Dolle) und 1.4 (Dolle-Lüderitz) verhinderten den Weiterbau. Nun gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht.

Letztere betrifft den Abschnitt 1.4.: Es gibt noch immer keinen Verhandlungstermin vor dem Bundesverwaltungsgericht. Der BUND und zwei Private hatten gegen das Projekt geklagt. „Der Senat ist bestrebt, das Verfahren bis Ende des Jahres zu behandeln“, heißt es auf Nachfrage aus der Gerichtspressestelle. Der BUND habe dazu jetzt eine umfangreiche ergänzende Klagebegründung vorgelegt, teilt Landesgeschäftsführer Oliver Wendenkampf mit. Er spricht von einer neuen Eskalationsstufe und wirft der Landesregierung (zu der nun auch die Grünen gehören) vor, „die Planungen zum Bau der A 14 auch gegen geltendes Recht durchboxen zu wollen“.

Eine BUND-Klage zum Abschnitt 1.3 hatte das Bundesverwaltungsgericht bereits im Januar 2014 behandelt und den Planern Nachbesserungen der Unterlagen aufgebrummt. Diese sind inzwischen erfolgt. Es gab keine erneuten Klagen. Somit liegt Baurecht für das Stück bis Dolle vor. Die Crux an der Sache: Da beide Abschnitte planungsrechtlich verbunden sind und in einem Zuge gebaut werden sollen, liegt derzeit alles auf Eis.

Das soll sich nun ändern. Dazu soll die Verklammerung beider Abschnitte weitgehend aufgehoben und nur noch auf eine 2,3 Kilometer lange Teilstrecke nördlich von Dolle (Abfahrt Burgstall) beschränkt werden. Ein geänderter Planfeststellungsbeschluss liegt von heute bis zum 20. Juli in den betroffenen Gemeinden aus. Die Bagger könnten im Frühjahr 2017 anrollen.

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