Christian Buness schildert den Feuerwerksverkauf im Wandel der Zeiten

Nur zwei Päckchen Knaller

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Christian Buness (v.l.) Tobias Jabke und Dirk Buness begannen gestern mit dem Verkauf von Feuerwerksartikeln für die Silvesterfeier am morgigen Mittwoch. Lange Schlangen wie zu DDR-Zeiten gibt es nicht mehr, die Nachfrage ist dennoch groß.

Seehausen. Der Feuerwerkkauf kurz vor Silvester, um damit das neue Jahr zu begrüßen, erfreut sich immer noch großer Beliebtheit. Einer, der das weiß, ist Geschäftsmann Christian Buness, der sein Unternehmen an der Seehäuser Mühlenstraße betreibt. Es ist, 1842 gegründet, mit 172 Jahren wohl der älteste Gewerbebetrieb in der Hansestadt.

Christian Buness erinnerte sich gestern an den Feuerwerksverkauf sozusagen im Wandel der Zeiten. In der DDR hatte er nur ein begrenztes Kontingent. Im Gegensatz zu den staatlichen Verkaufsstellen wie Handelsorganisation (HO) und Konsum verfügte er als Privatunternehmen über weniger Knaller, Böller, Raketen und Co. Damit möglichst viele Silvester-Feierwillige von dem geringeren Kontingent profitieren konnten, gab Buness zu DDR-Zeiten beispielsweise nur zwei Päckchen Blitzknaller pro Person ab. Die Nachfrage war damals riesig. „Die jungen Bengels haben sich frühmorgens schon ab 4 oder 5 Uhr angestellt, geöffnet hatten wir sowohl damals als auch heute noch um 8 Uhr“, sagte der Geschäftsmann im AZ-Gespräch.

Nach der Wende waren die langen Menschenschlangen und die beschnittenen Kontingente passé, gekauft werde dennoch, meint Christian Buness. Allerdings nicht unbedingt am ersten Verkaufstag der Feuerwerksartikel. „Viele Kunden vergleichen die Preise und kommen einen Tag später wieder, um zuzuschlagen.“ Dabei machte der Seehäuser kein Geheimnis daraus, dass er durch die diversen Lebensmittelmärkte, Discounter und Baumärkte eine starke Konkurrenz habe.

Von Thomas Westermann

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