Stadtoberhaupt setzt in Nachwuchstreff Hoffnung / Ex-Schule wird belebt

„Wollen für die Jugend neue Anreize schaffen“

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Eine Runde Billard im Jugendraum: Andrea Birkholz (l.) half Club-Mitarbeiterin Jaqueline Boldt beim Umzug. Das neue Domizil im Erdgeschoss der Ex-Schule hat auch ein Kinderzimmer.

Werben. „Wir haben uns schnell entschieden“, blickt Werbens Noch-Bürgermeister nach dem Aus der geplanten Freien Schule nach vorn.

Um den traditionellen Bildungsstandort trotzdem nicht ungenutzt zu lassen, sei der Umzug des Kinder- und Jugendclubs in das Erdgeschoss des imposanten Backsteinbaus „kurzfristig“ erfolgt. Zumal das wenige hundert Meter nördlich liegende Domizil in einer Baracke „eine Zumutung“ gewesen sei, erinnert Jochen Hufschmidt beim feierlichen Eröffnungstermin an einen seiner ersten Verbesserungsvorschläge zum Amtsantritt vor drei Jahren.

So verfügt die Hansestadt nun über eine der modernsten Einrichtungen der Region. „Wir wollen für die Jugend neue Anreize schaffen.“ Und mit dem Umzug sind nun ausdrücklich auch jüngere Mädchen und Jungen willkommen, weil das Angebot der offenen Kinder- und Jugendarbeit über zwei seperate Räume verfügt. Damit einher geht die neue Bezeichnung als Kinder- und Jugendclub (die AZ berichtete). Geleitet wird das Domizil von Mitarbeiterin Jaqueline Boldt, die sich seit April im Rahmen einer sogenannten Arbeitsgelegenheit um den Nachwuchs kümmert. Sie werde die Öffnungszeiten bei Bedarf den Wünschen der Nutzer anpassen, versichert die Werbenerin der AZ. Regulär geöffnet ist das Objekt montags bis freitags je von 16.30 bis 19.30 Uhr. Es wird unterstützt von den Vereinen „Werben für Kinder“, Rot-Weiß Werben, der Stendaler Institution „Kinderstärken“ und vom Diakoniewerk Osterburg. Für letztere wird Mobiljugendarbeiterin Sabine Bosch aus der Jugendwerkstatt Hindenburg alle zwei Wochen montags ab 15.30 Uhr im Werbener Club mit Spezialangeboten zur Verfügung stehen. Ihren ersten Einsatz an neuer Stelle hatte Bosch beim Apfelkuchenbacken bereits gestern.

„Ich bin froh, dass wir aus dem alten Gebäude raus sind“, hofft Club-Mitarbeiterin Boldt auf viele Nutzer. Sie habe mit der Werbenerin Andrea Birkholz beim Umzug „Enormes geleistet“, dankt Hufschmidt.

Von Antje Mahrhold

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