Seehäuser Imkerverein kümmert sich um 40 Bienengemeinschaften / Dieter Smyrek gibt Einblicke

Wischevölker produzieren fleißig

Referent Dieter Smyrek, Vorsitzender des Seehäuser Imkervereins, verteilte Kostproben jener Produkte, die die fleißigen Bienen herstellen. Foto: Schaffer

Seehausen. Durch ihre Bestäubungsleistung sichern die Bienen das Fortbestehen der Menschheit und stellen nach Schweinen und Rindern das drittwichtigste Haustier dar.

„Deshalb hat dieser Vortrag mit Diskussionsrunde nicht nur eine biologische, sondern auch eine gesellschaftliche Bedeutung“, so Bernd Kloss von „Seehausen links“. Eingangs gab es einige interessante Fakten zur Thematik Biene und Honig, die Dieter Smyrek, Vorsitzender des Seehäuser Imkervereins, vorstellte.

Von den 56 Vereinsmitgliedern mit ihren 330 Völkern werden rund 40 Kilogramm Honig pro Volk geerntet. Bei einem Verbrauch von 1,1 Kilogramm Honig pro Kopf in Deutschland, deckt der in Deutschland produzierte Honig nur zu etwa 25 Prozent den Inlandsbedarf. Nach diesen Fakten gab es einen interessanten Film über das Leben der Bienen zu sehen. Dieser galt für viele als Grundlage für die anschließenden Fragen zur Imkerei. Dabei ging es recht anschaulich für die Sinne zu. Eine Verkostung von verschiedenen Honigsorten, Pollen und dem Wundermittel Propolistinktur (in hochprozentigem Alkohol gelöster Bienenkittharz) gab Anlass für verschiedene Meinungen bezüglich des Geschmacksempfindens. Aber auch über den Arbeitstag eines Imkers, der Möglichkeiten der Seuchenbekämpfung oder der Anlage von Blühstreifen durch die Landwirte gab es viel Gesprächsstoff. Alle waren sich nach zwei Stunden darüber einig, dass dies eine lehrreiche und amüsante Veranstaltung zugleich war. Am Sonnabend, 18. Juli, besteht um 14 Uhr die Möglichkeit, auf Barsberge beim „Tag des Imkers“ dabei zu sein. Wie Vorsitzende des Vereins informierte, sind alle Interessierten willkommen.

Nachdem bei dem Vortrag im Mehrgenerationenhaus des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) über Wölfe in der Region ein Besucherrekord erzielt wurde, waren es beim jüngsten Vortrag, bei dem es um die Honigbiene ging, doch weniger Interessenten. Schade, denn die Biene ist für die Menschheit von existentieller Bedeutung.

Von Walter Schaffer

Kommentare