Chefarzt für innere Medizin klärt in Seehausen über Risikofaktoren auf

Wischestädter nutzen Dialog mit Herzexperten

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Der Chefarzt für innere Medizin, Dr. med. Jürgen Janke, informierte zum Thema koronare Herzkrankheiten.

Seehausen. In Deutschland leiden 2,5 Millionen Frauen und 3,5 Millionen Männer an koronaren Herzkrankheit (KHK), von denen viele nicht wissen, dass sie davon betroffen sind, weil sich diese Krankheit in einem schleichenden Prozess oft über Jahre und Jahrzehnte entwickelt.

Es handelt sich dabei um eine Erkrankung der Herzkranzgefäße, jenem Aderngeflecht, welches das Herz mit Blut versorgt. 30 Tage hat der November. Diesen Zeitraum nutzten Mediziner im Land, um auf ein Thema aufmerksam zu machen, das viele Menschen in Deutschland betrifft. Bundesweit finden auf Initiative der Deutschen Herzstiftung zirka 1000 kostenlose Veranstaltungen zu der Thematik Herzinfarkt und dessen Grunderkrankung, die KHK, statt. Auch das Seehäuser Agaplesion Diakoniekrankenhaus beteiligte sich im Rahmen der Vortragsreihe „Medizin im Dialog“ an diesen „Herzwochen“. Dazu fand im Schulungsraum des Krankenhauses unter Leitung des Chefarztes für innere Medizin, Dr. med. Jürgen Janke, ein Vortrag zu der eingangs genannten Thematik statt. In ihm ging der Chefarzt auf folgende Schwerpunkte ein: Oft wird die KHK erst ernst genommen, wenn sie zu einem Herzinfarkt und zur Herzschwäche geführt hat. Wer an KHK leidet, der kann ihr Fortschreiten durch einen gesunden Lebensstil, durch die Ausschaltung von Risikofaktoren und die Einnahme von verordneten Medikamenten günstig beeinflussen. Zu den beeinflussbaren Risikofaktoren gehören unter anderem hoher Blutdruck, Bewegungsmangel, Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes, Rauchen und Stress.

Diese Faktoren gilt es möglichst durch eine gesunde Ernährung und körperlicher Bewegung sowie medikamentöser Behandlung zu beseitigen. Es gibt allerdings auch Faktoren, die man nicht so einfach oder überhaupt nicht kontrollieren kann. Nicht beeinflussbare Faktoren sind dagegen das Alter, genetische Veranlagungen (Herzinfarkt in der Familie) sowie das Geschlecht. Tipps zu gesunder Ernährung, zur Gewichtsreduzierung durch Sport und zum klugen Umgang mit Stress wurden gegeben.

Im Fokus standen des Weiteren die Stentbehandlung, bei der Engstellen in den Herzkranzgefäßen aufgeweitet werden, indem ein medizinisches Implantat zum Offenhalten von Gefäßen oder Hohlorganen zum Einsatz kommt. Die Bedeutung und Funktion sowie das Anlegen eines Bypasses konnte in Wort und Bild verfolgt werden. Auch auf Medikamente, die zu einer Verbesserung der Lebenserwartung führen, wurde in dem informativen und sehr anschaulichen Vortrag von Dr. Janke eingegangen. Am Schluss der Veranstaltung konnten noch Fragen gestellt werden und an Interessenten gab es noch wertvolle Tipps aus der verteilten Literatur zu der gehörten Thematik.

Von Walter Schaffer

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