Werbener hoffen auf Genehmigung von Ministerpräsident Haseloff  / Staatskanzlei prüft „Vorgang“

Werbener Schule: „Die Sache ist noch nicht beendet“

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Eltern und Kinder der geplanten Freien Grundschule „hängen zwischen Baum und Borke“. Im August sollte dort erstmals eingeschult werden, aber die Landesschulbehörde hat den Betrieb nicht genehmigt. Nun hofft Werben auf Sachsen-Anhalts Landesvater.

Werben. Noch soll es das doch noch nicht gewesen sein mit der Grundschule in privater Trägerschaft in Werben.

Vor einem Monat noch gab es die Hiobsbotschaft, dass die Schule, die in wenigen Wochen im August den Betrieb aufnehmen sollte, keine Genehmigung von der Landesschulbehörde bekommen hat. Nun könnte es doch noch eine Beschulung in der weltkleinsten Hansestadt geben.

Denn nach Auskunft des Werbener Vize-Bürgermeisters und Mit-Planers der Schule, Bernd Schulze, hat mittlerweile Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) persönlich die Entscheidung der Landesschulbehörde kassiert – und prüfe selbst. Schulze erklärte im Stadtrat Werben: „Die Sache ist noch nicht beendet.“ Es werde weiter mit Magdeburg um eine Lösung gerungen. Nach seinen Informationen habe die Staatskanzlei den „Vorgang“ um die Freie Schule angefordert, um sie erneut unter die Lupe zu nehmen.

Damit keimt zumindest noch ein wenig Hoffnung auf. Die bisherigen Pläne in Werben waren ehrgeizig. Noch mit Beginn des Schuljahres 2016/17 sollte die Schule mit ihrem Betrieb anfangen, und das quasi als „Nachfolger“ der im Juni vor zwei Jahren geschlossenen staatlichen Schule. Der Ort wäre das vor Kurzem erst sanierte Schulgebäude gewesen. Dann im Juni platzte die Bombe: Die Freie Schule bekommt die Genehmigung nicht vom Landesschulamt. Nun ruhen die letzten Hoffnung auf des Landesvaters Einschätzung.

Bernd Schulze hadert derweil mit der Gesamtsituation: „Die Zeit läuft davon“, sagt er. Eltern, die ihre Kinder bereits in der Schule einschulen wollten, würden „zwischen Baum und Borke hängen.“ Geplant war es, zumindest mit einer ersten und einer zweiten Klasse den Betrieb zu beginnen, und das mit einem reformpädagogischen Konzept, das selbst von der die Grundschule ablehnenden Landesschulbehörde gelobt worden sei.

Von Kai Hasse und Ute Krug

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