Gefahrguttag der IHK Sachsen-Anhalt auf dem Gelände des Seehäuser Unternehmens Dibuka

Wenn „Spot 55“ gegen Flammen kämpft

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Ein imposantes Bild boten die Feuerlöschpanzer während ihres Einsatzes anlässlich des Gefahrguttages in Seehausen. Die Technik wurde schon des Öfteren bei der Bekämpfung von großen Waldbränden benötigt.

Seehausen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 2008 in Deutschland circa 253 Millionen Tonnen Gefahrgüter befördert.

Welche Gefahren der Transport und auch die Handhabung dieser Stoffe in sich bergen, wurde auf einer Veranstaltung der IHK Sachsen-Anhalt in Seehausen theoretisch und praktisch erörtert. Diese Veranstaltung der IHK Magdeburg und Halle-Dessau richtete sich an Gefahrgutbeauftragte, Verantwortliche in der Landwirtschaft und Industrie sowie aus dem Handel und aus Behörden. Als Ausrichter konnte die Seehäuser Firma Dibuka GmbH mit ihrem Geschäftsführer Hans-Joachim Schulz gewonnen werden. Sein Sicherheitsingenieur stellte dann den Betrieb vor. Das Unternehmen verfügt über gepanzerte Feuerlöschtechnik, die insbesondere bei hoher Feuerintensität und ungünstigen Geländebedingungen zum Einsatz kommen können. Zudem umfasst der Fuhrpark Kettenbagger, Bergepanzer und Lastenfähren sowie die technischen Voraussetzungen zur Errichtung von Behelfsbrücken (Brückenlegepanzer). Und die diverse Technik kam schon bei großen Waldbranden des Öfteren zum Einsatz, beispielsweise im Bundesland Brandenburg (die AZ berichtete).

Verschiedene Referate bildeten den theoretischen Teil des Gefahrguttages. Danach warteten zwei Busse auf die Teilnehmer, die zur praktischen Vorführung in das Gewerbegebiet „Der Talergalgen“ gefahren wurden. Dort erlebten sie auf dem Außengelände der Firma eine Übung der Seehäuser Feuerwehr, bei der brennendes Gefahrgut in einem Container gelöscht werden sollte. Menschenrettung und Dekontamination von Mensch und Material wurde einprägsam demonstriert. Die Moderation dazu erfolgte durch Peter Brandt. Als das Gefahrgut gelöscht war, sah man den Beginn eines Flächenbrandes, der durch Detonationen noch mehr auf sich aufmerksam machte. Im geringen Abstand rollten zwei der Feuerlöschpanzer an. Moderator Steffen Hartig erklärte, dass es sich bei diesen beiden tschechischen Panzern vom Typ „Spot 55“ um Kettenfahrzeuge mit einer Leistung von je 500 PS handelt, die in ihrem Wassertank 11 000 Liter Wasser führen. Wie weit das Nass aus den beiden Kanonen spritzen kann, erlebten einige der Zuschauer, ohne dabei Schaden zu nehmen.

Von Walter Schaffer

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