Zimmermann Arndt Eilrich kommt mit seinen Wandergesellen zurück in die Altmark

Walz beendet: Riesenparty für Wahrenberger Heimkehrer

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Der Wahrenberger Zimmermann Arndt Eilrich (2.v.l.) ist nach viereinhalb Jahren Walz wieder in seinen Heimatort angekommen. Familienangehörige, Freunde und Bekannte kamen zur Begrüßung.

kr Wahrenberg. Jüngst konnte man ein hohes Aufkommen an Zimmermann-Gesellen in Wahrenberg antreffen. Am Ortseingang warteten Familienangehörige der Gesellen, Wahrenberger und ganz besonders Familie Eilrich auf die Männer, die sich auf der Walz befinden.

Sie begleiteten Arndt Eilrich nach Hause, denn er hat nach viereinhalb Jahren seine Wanderschaft beendet. Überglücklich mit Tränen in den Augen schlossen die Eltern, Großeltern sowie Verwandte den Zimmermann in die Arme, auch der kleine Pudel erkannte sein Herrchen wieder.

Bis auf 50 Kilometer Entfernung durfte der Wandergeselle sich nicht seinem Zuhause nähern, so sagt es eine Regel der Vereinigung. Die Männer, die wie Enten über die Straße watschelten, als sie um die Ecke kamen, waren Zimmerleute beim Gänsemarsch, dem sogenannten Spinnermarsch. Eine Tradition der rechtschaffenen fremden Zimmerergesellen, der ältesten deutschen Zunft für Handwerksgesellen. Alle Männer schallern, das heißt sie singen ihre zünftigen Gesellenlieder. Vorneweg läuft der Leithammel. Er führt den Marsch an und trägt an einem Band auf seiner Schulter eine Flasche Wein. Direkt hinter dem Leithammel läuft Arndt Eilrich. Er ist der Grund, warum die Männer schallern und wie die Gänse marschieren. Weltweit war der Zimmermann unterwegs. Arndt Eilrichs Eltern sind einfach nur überglücklich und froh dass ihr Sohn gesund zurück gekommen ist. Er selbst fühlt sich heimisch und aufgenommen. Eine Riesenparty wartete bereits auf den Heimkehrer.

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