Heinz-Jürgen Hunger verkörpert bei Museumswoche den einstigen DDR-Staatslenker

Walter Ulbricht ist wieder da

+
Der einstige DDR-Staatschef Walter Ulbricht, alias Heinz-Jürgen Hunger, verlor beim Aussteigen seinen Spitzbart.

ws Beuster. An den beiden Wochenenden stehen bei der Museumswoche des Blaulichtmuseums in Beuster immer einige zusätzliche Programmpunkte für die Besucher an. Am Sonntagnachmittag gab sich das Double der Wildecker Herzbuben die Ehre.

Über die große Schauvorführung informierte Ralf von Hagen als Chef des Blaulichtmuseums die Gäste, dass nach 15 Uhr eine historische Brandbekämpfung mit DDR-Feuerwehr-, Volkspolizei- und Rettungsdienstfahrzeugen stattfinden soll.

Das „Wohnhaus“ explodierte regelrecht durch den Einsatz von Brandbeschleuniger. Es gab für die Einsatzkräfte viel zu tun.

Das zahlreiche Publikum wurde etwas auf die Probe gestellt, bis ein jugendlicher „Brandstifter“ mit einem erwachsenen Helfer das aufgebaute Brandobjekt mittels Brandbeschleuniger entzündete. Welche Kräfte dabei durch die Verpuffung entstehen können, erlebte einer der beiden hautnah, denn die Druckwelle warf ihn mit Wucht um. Dann ertönte auch schon eine per Hand betätigte Sirene, und die ersten Einsatzfahrzeuge rollten auf den Platz. Unter ihnen waren vier Fahrzeuge vom Typ W 50 einschließlich Drehleiter und ein Tanklöschfahrzeug vom Typ Tatra. Dieses hatte vor Jahren seinen Einsatz auf einem Flugplatz. Seine mitgeführten 6000 Liter Wasser konnten sich innerhalb von knapp zwei Minuten über die beiden Löschkanonen auf brennende Flugzeuge ergießen. Das ganze Geschehen der Brandbekämpfung inszenierten Angehörige der Museumsfeuerwehr sowie Kameraden der Wehr aus Beuster und Wittenberge. Als Moderator bei der Brandbekämpfung wirkte sachkundig Ralf von Hagen, der nach wenigen Minuten auch die Meldung bekam, dass der jugendliche Brandstifter, Maximilian, dingfest gemacht wurde. Die Besucherwelle schob sich nun wieder auf den Hauptplatz, wo ein Double von Walter Ulbricht begrüßt werden sollte. Mittels des museumseigenen Regierungsfahrzeuges „Tschaika“ wurde der spitzbärtige Politiker vorgefahren. Beim Aussteigen geschah dann ein Missgeschick, denn der Klebstoff des typischen Spitzbartes versagte seinen Dienst. So konnte die Rede über die Vorzüge des Sozialismus und die Wischeaktion nur mit verändertem Konterfei angehört werden. Trotz dieser kleinen Panne erhielt Heinz-Jürgen Hunger, Gründungsmitglied des Blaulichtmuseumsvereins, vom Publikum viel Beifall.

Kommentare