Karlheinz Mewes macht auf Verlängerung bis Ende September und auf Sommerkonzept aufmerksam

Viel Stoff in der „Bücherkirche“

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Karlheinz Mewes in der „offenen Bücherkirche“ Deutsch, die aufgrund der großen Menge an gespendeter Literatur noch bis Ende September täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet ist.

Deutsch. Michail Gorbatschows Buch „Der Staatsstreich“ liegt in unmittelbarer Nähe von Hermann Kants „Das Impressum“.

Ein Stück weiter befindet sich auf einer Bank in der Deutscher Kirche Gerd Ruges „Weites Land“, daneben „Der Friede im Osten“ von Erik Neutsch.

Das altehrwürdige Gotteshaus wird seit einigen Jahren im Sommer zur „offenen Bücherkirche“. Die Idee dazu hatte Karlheinz Mewes vom örtlichen Beirat der Kirchengemeinde Deutsch. In dem Gemäuer liegen circa 350 Bücher bereit, die kostenlos mitgenommen werden können. Das Angebot ist grob sortiert. Es reicht von Romanen verschiedener Genres, politischer und touristischer Literatur bis zur Lyrik. Des Weiteren werden Kinder- und Jugendliteratur, geistliche Werke, Sachbücher sowie geschichtliche und populärwissenschaftliche Literatur angeboten. „Es lohnt sich durch die Reihen zu gehen und genauer nachzuschauen“, versichert Mewes. Das Angebot werde regelmäßig ergänzt. Für entnommene Bücher gebe es Nachschub. Ursprünglich sollte die offene Bücherkirche Ende August schließen. Doch angesichts der Tatsache, dass dreimal so viele Bücher gespendet als entnommen wurden, gehe es in die Verlängerung. Geöffnet sei noch bis 30. September täglich von 10 bis 18 Uhr. Neuerdings liegen auch einige Videokassetten zum Mitnehmen aus.

Hinsichtlich der offenen Gotteshäuser im Kirchspiel Groß Garz und Umgebung macht Mewes auf ein neues Sommerkonzept aufmerksam. Während sich der Deutscher Sakralbau als Bücherkirche und sonnabends für Andachten in Verbindungen mit Lesungen präsentiere, erfülle die Bömenziener Kirche touristische Belange. In Groß Garz gab es über Wochen eine Sommerausstellung, die am vergangenen Sonntag mit einem plattdeutschen Gottesdienst, gestaltet von Karlheinz Mewes, ihren Abschluss fand.

Von Thomas Westermann

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