Vögel verstopfen Dachrinnen des Seehäuser Rathauses / Rund 80 Liter Dreck beseitigt

Taubenkot lässt Wasser fließen

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Die Tauben fühlen sich auf dem Verwaltungssitz wohl und hinterlassen dort jede Menge Dreck.

Seehausen. Die Tauben sind schon seit Jahrzehnten eine Plage für das Seehäuser Rathaus. Tag für Tag hinterlassen die Vögel ihre Kotspuren auf dem Gebäude.

Schon der einstige Bürgermeister Ewald Duffe griff bei einer Karnevalsveranstaltung das Thema auf, als er von den „Drei weißen Tauben“ sang. Zwar wurde Mitte der 1990er Jahre sogenannte Taubenabwehrspikes auf dem Gebäude installiert, aber wirkliche Abhilfe bringt der Schutz nicht.

Der Taubenschutz am Rathaus hilft zwar am Gemäuer, aber an den Dachrinnen können die Abwehrspikes nicht angebracht werden.

Die Vögel haben als Aufenthaltsort die Dachrinnen auserkoren und hinterlassen dort ihren Kot, sehr zum Leidwesen von Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth und seinen Mitarbeitern. Denn bei Starkregen können die Rinnen aufgrund der Fäkalien das Wasser nicht aufnehmen, es fließt dann in den Rats- und in den Trausaal. Die Verwaltungsangestellten wappnen sich dann mit Schüsseln, um das Nass aufzufangen. Bürgermeister Kloth fürchtet nämlich um den Dielenboden, der Schaden nehmen könnte. Eine Lösung, die Zustände zu ändern, gebe es nicht, sagt der Verwaltungschef gegenüber der Altmark-Zeitung. Nur so viel: Alljährlich steigen Beschäftigte eines Seehäuser Unternehmens aufs Dach, um die Rinnen zu reinigen. Erst jüngst erfolgte diese Aktion. Rund 80 Liter wurden beseitigt, staunt Kloth über die Menge. Ihn ärgert auch, dass insbesondere der Eingangsbereich vom Taubenkot besonders betroffen ist. „Regelmäßig müssen die Stadtarbeiter die Treppe reinigen.“

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