Gedenk- und Begegnungsstätte durch Grundstücksmietvertrag gerettet

Stresow: Der Zaun bleibt

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Die Gedenk- und Begegnungsstätte Stresow bei Aulosen bleibt erhalten und kann weiter öffentlich genutzt werden. Diesbezüglich wurde zwischen Eigentümer und Gemeinde Aland ein Grundstücksmietvertrag abgeschlossen.

Aulosen. Der Fortbestand der Gedenstätte Stresow bei Aulosen, die an die Zwangsaussiedlung der dort einst lebenden Menschen zu DDR-Zeiten erinnert, ist gesichert. Wackersteine fallen diesbezüglich Seehausens Verbandsgemeindebürgermeister Dr. Robert Reck und Aland-Bürgermeister Hans Hildebrandt vom Herzen.

Zum Hintergrund: In Kooperation mit dem Landkreis Stendal und dem Grenzlandmuseum in Schnackenburg setzte sich die ehemalige Gemeinde Aulosen mit ihrem Bürgermeister Rüdiger Kloth für die Errichtung der Gedenkstätte ein. Die Enthüllung des Gedenksteins erfolgte am 2. Oktober 1997. Im Jahre 2000 war die Gedenkstätte mit dem originalgetreuen Nachbildung der einstigen innerdeutschen Grenzsicherungsanlagen und Parkflächen endgültig fertig. Später schlossen sich noch Baumpflanzaktionen und die Befestigung von Hinweistafeln an. Immerhin liegt die Gedenkstätte am Elberadweg und am „Grünen Band“.

2013 verkaufte die treuhänderische Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) das Gelände an Landwirt Marko Schlaack. Die Gemeinde Aland blieb außen vor. Deren Bürgermeister Hans Hildebrandt legte über die Verbandsgemeinde Widerspruch ein. Es wurde befürchtet, dass die Gedenkstätte zugunsten von landwirtschaftlichen Nutzflächen verschwinden könnte. Viele Gespräche folgten, um eine Lösung herbeizuführen – und die ist nun mit einem Grundstücksmietvertrag gefunden worden, der mittlerweile auch unterzeichnet ist. Somit bleibt die Stätte für die öffentliche Nutzung erhalten. Die Vermietung erfolgt ausschließlich zur Nutzung als Gedenk- und Begegnungsstätte. Zudem übernimmt die Mieterin, sprich die Gemeinde Aland, die Verkehrssicherungspflicht, die Grundstückspflege und die Abfallentsorgung.

Von Thomas Westermann

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