Stadt setzt auf Caravancamper und treibt Ausbaupläne voran / Bislang 158 Übernachtungen 2016

Selbst den Luftkurort ausgebootet

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Manfred Skowronek aus dem sächsischen Eilenburg schätzt die zentrale Lage des Seehäuser Caravanplatzes.

Seehausen. Dass Seehausen verstärkt auf den Caravantourismus setzen will, darin können Dagmar und Manfred Skowronek Politik und Verwaltung nur bestärken.

Die Sachsen haben mit ihrem Wohnmobil einen Stopp in der Wischestadt eingelegt, einmal dort übernachtet und schwärmen: „Das Gelände liegt mitten im Ort, alles ist auf kurzen Wegen zu erreichen und dann das viele Grün. . . “ Dafür ließ das Ehepaar sogar eine Stellfläche im Luftkurort Arendsee links liegen. Ingrid Jabke, die Leiterin der Touristinformation, hat für dieses Jahr bislang 158 Übernachtungen gezählt, noch einmal ein paar mehr als 2015. Tendenz: weiter steigend, der Caravantourismus boome.

Detlef Neumann, der Bürgermeister der Hansestadt, weiß von bundesweit zweistelligen Zuwachsraten. „Wir wollen ein Stück vom Kuchen abhaben, obwohl wir natürlich wissen, dass andere Städte ein noch größeres Potenzial haben.“ Caravanstellflächen gibt es nahe der früheren Klosterschule und an der Touristinformation, wo Camper auch Ver- und Entsorgungsleitungen finden können. In diesem Bereich will die Kommune bekanntlich noch zulegen, zusätzliche Stellplätze und Wege schaffen lassen. Neumann (UWG): „Noch befinden wir uns in der Diskussion, doch es sollte schon bald konkreter werden.“

Das Ehepaar Skowronek hat mithilfe eines Caravanführers in die Wischestadt gefunden. „Es war allerdings ein Zufallstreffer. Der Stellplatz, den wir uns eigentlich ausgesucht hatten, hat uns dann doch nicht sonderlich gefallen. Wir sind spontan weitergefahren“, berichtet der Eilenburger. Im Fernsehen hatten sie einen Beitrag über die Altmark gesehen und sich zu einer Ausfahrt entschlossen. Ihr Zeitplan sei eng gestrickt. „Das Uhrenmuseum in Seehausen wollen wir uns ansehen, und vielleicht auch noch das Blaulichtmuseum in Beuster, von dem wir hier vor Ort auch erfahren haben.“ Eines sei aber noch versichert: „Wir können daheim bei uns den Caravanplatz nur weiterempfehlen. Und womöglich kommen wir ja bald wieder.“

Von Marco Hertzfeld

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