Unterhaltungsverband denkt über Abschussprämie nach

Seehausen: Ein bis zwei Euro für jede tote Nutria

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Die Nutrias haben laut UHV-Geschäftsführer „in den vergangenen zwei Jahren sprunghaft zugenommen und richten große Schäden an den Gräben an“. Der Verband „Seege/Aland“ denkt über die Zahlung einer Abschussprämie nach.

Seehausen. Die Nutrias haben enorm zugenommen und machen den in Seehausen ansässigen Unterhaltungsverband (UHV) „Seege/Aland“ schwer zu schaffen.

Der Abfluss der Gewässer zweiter Ordnung im Bereich des in Seehausen ansässigen Unterhaltungsverbandes „Seege/Aland“ ist gesichert, ergab die jüngste Grabenschau vor einigen Tagen.

Bei der jüngsten Gewässerschau stellten Unterhaltungsverbandsgeschäftsführer Klaus-Peter Meißner und die Schaubeauftragten auf ihrer Tour etliche Schäden fest. „Die Tiere graben Löcher in die Böschungen, die dann abrutschen“, erklärt Meißner im AZ-Gespräch. Da es sich um jagdbares Wild handele, könne das Problem nur über den Revierinhaber gelöst werden, fügt der Losenrader hinzu und meint damit den Abschuss.

Klaus-Peter Meißner

Derzeit denke der Unterhaltungsverband darüber nach, pro Tier eine Prämie in Höhe von ein bis zwei Euro zu zahlen. Allerdings befürchtet der Geschäftsführer, dass die „rechtssichere Abrechnung“ Probleme bereiten könnte. „Ich kann mir doch keine Biotonne auf den Hof stellen und die erlegten Tiere persönlich nachzählen“, sagt er schmunzelnd.

Neben den Pelzträgern bereiten Meißner auch noch andere Dinge Sorgen. Dazu gehören unter anderem verschiedene marode Grabenüberführungen und morsche Pappeln, die beim Umfallen große Schäden anrichten würden. Dennoch: Der Wasserabfluss der Gewässer zweiter Ordnung ist gesichert, bilanziert Meißner.

Von Thomas Westermann

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