Beifall für einen amüsanten Abend / Beide Aufführungen ausverkauft

Schwank „Wir sind doch flexibel“ feiert erfolgreiche Premiere

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Mit Erbsensuppe und Akkordeonmusik begann das Spektakel in der Salzkirche.

Seehausen. Das Seehäuser Marktgeschehen von einem Dienstag fand am Wochenende bei zwei Aufführungen in der Salzkirche der Hansestadt eine teilweise Reflexion.

Auf dem Programm des Vereins der Trödelmarktweiber stand die Uraufführung des Schwankes „Wir sind doch flexibel“. Dahinter verbarg sich eine Komödie in zwei Akten mit ausgiebiger Pause. Die Komödie stammte aus der Feder von Sigrid Haut, die auch die Regie in dem amüsanten, volkstümlichen Stück führte. Akkordeonmusik von Werner Jose, der als Hahn im Korb die Trödelmarktweiber in ihrem Stück unterstützte, erklang nach dem letzten Klingelzeichen.

Dann traten die drei Witwen Anneliese, Margarete und Ingelore aus einer Wohngemeinschaft auf den Plan. Zusammen leisteten sie sich eine Schüssel deftiger Erbsensuppe auf dem Markt (Post)-Platz, weil ihre kargen Renten und Ersparnisse nicht ausreichten, ein finanziell sorgenfreies Leben zu führen, zumal ihre gemeinsam genutzte Immobilie, eine alte Villa, Unmengen an Nebenkosten verschlang. Ein wohlhabender Mann muss her, wurde da beschlossen, denn Hugo, Erich und Otto, die einstigen Männer hatten bereits auf seltsame Art und Weise das Zeitliche gesegnet.

Hinter dem ins Auge gefassten neuen Auserkorenen Karl Friedrich Schneider (nicht zu verwechseln mit dem Musiklehrer Schneider aus Lichterfelde, der auch anwesend war und sich mit seiner Frau köstlich amüsierte) verbarg sich aber kein finanzkräftiger Liebhaber, sondern ein Heiratsschwindler. Dies hatten die drei Frauen durch den Kommissar Elmar Rosinski noch rechtzeitig erfahren. Wie ihre Rache beim Besuch von Herrn Schneider an diesem aussah, rührte die Besucher in der an beiden Tagen ausverkauften Spielstätte in der Wischestadt zu Tränen.

Für den unterhaltsamen Abend engagierten sich die Vereinsmitglieder Sigrid Haut, Franka Rosenkranz, Claudia Preuschoff, Doreen Behrendt, Susann Schneider, Christiane König, Ellen Rosik sowie hinter den Kulissen der beiden Aufführungen Damen, die für Speisen und Getränke sorgten.

Von Walter Schaffer

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