Wendemarker über verschmutzten Weg sauer / Sohn gestürzt

Schulze: „Es war wie Schmierseife“

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Heinz-Dietmar Schulze (r.) mit seinem 17-jährigen Sohn Bernd und dem verdreckten Rad auf dem ungereinigten Weg zwischen Wendemark und Rengerslage.

Wendemark. Mit der gegenwärtigen Erntezeit sind auch Verschmutzungen von Straßen verbunden. Schwer passierbar ist derzeit der ländliche Weg zwischen Wendemark und Rengerslage. Etliche Wendemarker ärgern sich über den Zustand, einer davon ist Heinz-Dietmar Schulze.

Sein 17-jähriger Sohn Bernd absolviert eine Fleischerausbildung in Goldbeck und fährt bei Wind und Wetter jeden Tag die Strecke mit dem Rad – hin und zurück rund 50 Kilometer. In dieser Woche hatte der junge Mann ganz schlechte Karten. Auf der Hinfahrt rutschte er mit dem Drahtesel kurz nach 6 Uhr auf dem von Erdreich verschmierten Asphalt aus und stürzte. Verletzt wurde er dabei glücklicherweise nicht. Sein Vater fuhr ihn daraufhin mit dem Auto nach Goldbeck. Auch mit dem Pkw sei die Strecke nur schwer passierbar gewesen, meint Schulze gegenüber der AZ. „Es war wie Schmierseife“, ärgert sich der Wendemarker und fügt hinzu: „Obwohl die Maisernte am Sonntag abgeschlossen war, ist die Straße vier Tage danach immer noch stark verschmutzt, so dass kaum ein Durchkommen ist. “.

Carsten Steinke, Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Seehausen, der die dortigen Flächen bewirtschaftet, kündigte auf AZ-Anfrage an, dass die Verunreinigungen beseitigt werden. Das sollte am gestrigen Freitagnachmittag mittels eines hydraulischen Besens geschehen. Er räumte jedoch ein, dass sein Betrieb nicht allein den Schmutz verursacht habe. Die Strecke werde auch von etlichen anderen genutzt, beispielsweise von Güllefahrzeugen. Zudem lasse sich die Straße wegen ihres schlechten Zustandes nur schwer reinigen. Und: „Die Strecke ist ein landwirtschaftlicher Weg und nicht für den öffentlichen Verkehr bestimmt.“

Von Thomas Westermann 

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