Verbandsgemeindebürgermeister sucht Anbieter für Deutschkurse und Familienbegleiter

Reck: „Flüchtlinge als Chance sehen“

+
Mit Handschlag begrüßten die Flüchtlinge die Siebtklässler der Seehäuser Gemeinschaftsschule. Danach ging es zum dritten Begegnungs- und Erlebnistag in wischestädtische Waldbad. Dort verbrachten sowohl die jungen Ausländer als auch die Deutschen schöne Stunden bei Spiel und Spaß.

Seehausen. Flüchtlinge werden in den nächsten Wochen auch in der Verbandsgemeinde Seehausen erwartet. Bürgermeister Dr. Robert Reck bereitet sich darauf vor.

Susanne Figueiredo (M.) gestaltete mit vielen Helfern das Programm in Seehausens beliebter Freizeitstätte.

Er schrieb bereits die Gesellschaft für Bauen und Wohnen Seehausen (GBS) sowie die wischestädtische Wohnungsgenossenschaft an, um sich nach Unterkünften für die Flüchtlinge zu erkundigen. Doch noch gebe es seitens des Landkreises keine Ankündigung, wann und wie viele Flüchtlinge nach Seehausen kommen, sagte der Verwaltungschef gestern auf AZ-Anfrage. Ein Gespräch werde es nächste Woche beim Landrat geben, „vielleicht weiß ich dann mehr“. Dr. Robert Reck sieht mit der Ankunft der Flüchtlinge durchaus eine Chance für die Hansestadt. Angesichts des nicht gerade geringen Leerstands von Wohnraum könnte die Innenstadt revitalisiert werden und die Händler von den Neubürgern profitieren. Derzeit wirbt der Verbandsgemeindebürgermeister um Unterstützer und Helfer für die zu erwartenden Flüchtlinge. Er denkt dabei an Menschen, die Deutschkurse anbieten können oder an Familienbegleiter. Aber auch jedes andere Hilfsangebot sei willkommen. Interessenten werden gebeten, sich im Sozialamt der Verbandsgemeinde zu melden.

Susanne Figueiredo (M.) gestaltete mit vielen Helfern das Programm in Seehausens beliebter Freizeitstätte.

Gestern ging auch der dritte Begegnungs- und Erlebnistag im Waldbad mit viel Spaß über die Bühne. Susanne Figueiredo und viele Mitstreiter sorgten für schöne Stunden. Knapp 20 Siebtklässler der Gemeinschaftsschule begrüßten zuvor ebenso viele junge Flüchtlinge auf dem Seehäuser Bahnhof. Dabei hielten sie A4-Blätter hoch, auf denen jeweils ein Buchstabe stand und letztlich die Worte „Herzlich Willkommen“ ergab. Als eine besonders schöne Geste empfanden die Betreuer, dass auch die Deutsche Bahn die Gäste aus Albanien, Serbien, Kosovo, Afghanistan, Bosnien, Indien und der Russischen Föderation auf dem Bahnsteig über Lautsprecheransage herzlich willkommen hieß.

Von Thomas Westermann

Kommentare