Gesprächsrunde schließt Ausstellung in der Salzkirche ab

Nur das Podium diskutiert

Über der Podiumsdiskussionsrunde schwebten quasi die „3Köpfe, total vernetzt“ der Künstlerin Anne Rose Bekker. Vor allem der Frage der Vernetzung innerhalb Kunstszene in der Region gingen die Diskussionsteilnehmer nach. Fotos: Schaffer

Seehausen. Den Abschluss der Ausstellung „Salz in der Suppe“, in der die Künstlerin Anne Rose Bekker ein breites Spektrum ihrer Arbeiten in der Salzkirche zeigte, bildete eine Veranstaltung zu der Thematik „Kunst und Künstler in der Altmark“.

Dazu hatte „Seehausen links“ unter Federführung von Bernd Kloss eingeladen. „Es freut mich, dass wir hier auf der Bühne weniger sind, als ihr da unten im Saal“, so der Moderator und Journalist Björn Menzel. In seiner Runde konnte er die regionalen Künstler Anne Rose Bekker, Corina Köbele vom Verein „Künstlerstadt Kalbe/Milde“ sowie Rainer Trunk und Ingrid Bahß begrüßen. Zu ihnen gesellten sich Annegret Spillner vom Kavaliershaus in Krumke, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Seehausen, Dr. Robert Reck sowie der Sprecher für Kultur- und Medienpolitik in der Fraktion Die Linke aus Sachsen-Anhalt, Stefan Gebhardt. Nachdem sich die Runde vorgestellt hatte, wurde in fast einer Grundsatzerklärung das bestehende Kulturkonzept und das Kulturkonvent der Regierung als sehr problematisch dargestellt.

„Die Linken arbeiten an einem eigenen Konzept“, so Gebhardt, ohne dass dabei auf konkrete Inhalte eingegangen wurde. Wie es mit Kunst und Kultur in der Region weitergehen könnte, welche Unterstützung der Künstler möglich wäre und ob eine Vernetzung sinnvolle Impulse bringen könnte, wurden gezielt diskutiert. Jedoch blieb das Podium in seiner Diskussionshoheit unter sich. Dass sich die anwesenden Gäste, unter denen sich ein großer Teil an Künstlern und Kunstkennern befand, nur Fragen stellen durften und keine Meinungen äußern konnten, wurde mit Befremden hingenommen.

Von Walter Schaffer

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