Minderjährige Flüchtlinge und deutsche Jugendliche arbeiten Hand in Hand

Platz der Begegnung wächst in Seehausen

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Unter der Anleitung von Markus Grosser aus Tangermünde entsteht auf dem Außengelände des Seehäuser „Refugiums“ ein Lehmbackofen. Minderjährige Flüchtlinge und deutsche Jugendliche unterstützten den Handwerker bei der Arbeit.

Seehausen. Nach dem gelungenen Auftakt im vergangenen Jahr finden die Begegnungs- und Erlebnistage in Seehausen ihre Fortsetzung. Möglich macht dies das geförderte Bundesprogramm „Demokratie leben“.

Zu den Projektpartnern vor Ort gehören die Sportgemeinschaft (SG) Seehausen, die Altmärkische Bürgerstiftung Stendal, der Naturerlebnishof in Vielbaum, Lehmbauer Markus Grosser, das Diakoniewerk Osterburg sowie das Osterburger Gymnasium und die Seehäuser Gemeinschaftsschule.

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gestalten gemeinsam mit Schülern der Gemeinschaftsschule und Gymnasiasten einen Begegnungsort – so der Inhalt der Zusammenkünfte in den nächsten Wochen. Und das geschieht auf dem Außengelände der Jugendwohngruppe „Refugium“ in der Wischestadt. Dort leben insgesamt zehn Bewohner aus Somalia, Afghanistan und Syrien. Beim Auftakt zur Schaffung des Platzes der Begegnung wirkten neben den Flüchtlingen rund 15 deutsche Jugendliche mit. Vertreten war auch eine Handballtruppe der Sportgemeinschaft. Zum Einsatz kamen verschiedene gebildete Teams. So kümmerte sich eine Gruppe um den Bau des Lehmbackofens unter Anleitung des Tangermünders Markus Grosser. Weitere junge Menschen waren emsig damit beschäftigt, eine Freifläche zum Bolzplatz zu gestalten. Eduardo Figueiredo vom Vielbaumer Naturerlebnishof kümmerte sich mit weiteren Unterstützern um das Anlegen eines Gartens. Zudem agierten ein Verpflegungs- und ein Reportage-Team. Bei Letzterem hatte Sozialarbeiterin Mandy Gauditz die Federführung übernommen. Sämtliche Arbeitseinsätze sollen in Wort und Bild festgehalten werden. Im Anschluss bekommt jeder Projektteilnehmer ein Fotobuch.

Der nächste Einsatz ist am 11. September geplant. Krönender Abschluss ist am 4. Oktober. Dann wird die Gestaltung der Anlage mit einem großen Fest gefeiert. Bereichsleiterin Birgit Neubert, die für die Bewohner des „Refugiums“ verantwortlich zeichnet, lobte das Engagement des Vermieters Silvio Beck. Der Unternehmer leistete bei den vorbereitenden Arbeiten auf dem Gelände große Unterstützung, so die Seehäuserin.

Von Thomas Westermann

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