Gerüchte dementiert: Diakoniewerk hält am Bauvorhaben in Seehausen fest

Neue heilpädagogische Einrichtung: Bagger rollen 2017 an

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Diakoniewerk-Bereichsleiter Thomas Annabring (v.r.), Seehausens Bürgermeister Detlef Neumann sowie die Planer Nicole Krüger und Frank Wernstedt bei einem Vor-Ort-Termin auf dem Gelände der einstigen Sekundarschule in der Wischestadt.

Seehausen. Schon seit einigen Jahren strebt das Diakoniewerk Osterburg den Neubau einer heilpädagogischen Einrichtung auf dem Gelände der einstigen Sekundarschule in Seehausen an.

Mit Fertigstellung wird dann der bisherige Standort in Königsmark aufgegeben. Die Hansestadt hat ihre Hausaufgaben im Vorfeld gemacht und veranlasste auf ihre Kosten den Abriss der Gebäude, um Baufreiheit zu schaffen. Die Kosten beliefen sich auf etwa 65 000 Euro.

Doch mittlerweile kursieren in Seehausen Gerüchte, dass sich die Diakonie von ihrem Vorhaben verabschieden will. Das entspreche nicht den Tatsachen, sagt Bürgermeister Detlef Neumann. „Für die Planungen sind wir bereits in Vorleistung gegangen“, ergänzt Thomas Annabring, Bereichsleiter beim Diakoniewerk Osterburg. Baustart soll im Frühjahr des nächsten Jahres sein. Derzeit wird noch an der Finanzierung gebastelt. Annabring, Neumann sowie die Planer Nicole Krüger und Frank Wernstedt besichtigten das Areal jüngst bei einem Vor-Ort-Termin.

Die allerdings einst geplanten 33 Plätze für geistig und mehrfach behinderte Menschen werden auf 24 reduziert. Dadurch fallen die Räumlichkeiten mit vielen Einzelzimmern großzügiger aus, meint der Bereichsleiter. Und: „Wir bekommen ein Filetstück im Herzen der Stadt. Es gibt einen Bahnhof, Einkaufsmöglichkeiten, ein Schwimmbad und ärztliche Versorgung“, zählt Annabring die Vorteile gegenüber Königsmark auf. Neben der Errichtung des Wohnkomplexes mit Räumen für die Tagesförderung wird die Diakonie auch eine nahe gelegene Brachfläche für die tiergestützte Pädagogik nutzen. Kaninchen, Meerschweinchen, Schafe und Ponys ziehen dann auch um.

Von Thomas Westermann

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