Bus 200: Kaum Proteste aus den Kommunen / PVGS: „Wir verhandeln noch“

Ist nach Neujahr in Seehausen Endstation?

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Der Bahnhof in Seehausen wird für Busreisende in Richtung Wittenberge bald wichtig sein: Dort sollen die Fahrgäste in Zukunft umsteigen. Derzeit sind die Bahnsteige für Behinderte aber nicht zu erreichen.

Arendsee / Seehausen. Der Bahnhof Seehausen. Künftig wird er Endstation der Buslinie 200 sein. Das erfuhr die AZ (wir berichteten).

Offiziell ist aber noch nicht über die Einstellung der Bus-Teillinie Seehausen-Wittenberge informiert worden – allein im Kreisausschuss gab es auf Nachfrage des Arendseers Klaus Führ (Linke) eine Antwort vom Landrat. Er kenne das Vorhaben, sagte er, und auch den Grund: Fehlende Fahrgastzahlen.

Mit dieser Begründung waren einst auch Bahnlinien, so auch die Strecke Salzwedel-Wittenberge eingestellt worden. Und um die zaghaften Protestler in den Griff zu bekommen, und den Anschein zu erwecken, dass die Strecke weiter befahren wird, wurde der Bus eingesetzt. Mit der Nummer 200. Längst kein Ersatz für die Bahn, sondern eine Variante, die den Leuten in vielen Dörfern die Reise schwieriger machte – aber die Gemüter beruhigen sollte.

Nun soll der Bus nur noch von Salzwedel nach Seehausen fahren. Die AZ schaute sich in der Alandstadt um. Das Gebäude selbst ist längst geschlossen, die Fenster sind zugenagelt. Kein Problem, so sehen viele Bahnhöfe aus, mag man denken. Doch das Wichtigste: Konnten in Wittenberge Reisende, auch Behinderte, die Bahnsteige erreichen, sieht es damit in Seehausen mehr als schlecht aus.

Von Harry Güssefeld

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