Tony Marshall gibt Konzert in der Wischelandhalle / Knapp 400 Besucher

Musikalische Reise in die heile Bergwelt

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Vater und Sohn waren auch bei der Autogrammstunde in der Hansestadt unzertrennlich.

ws Seehausen. Seehausen muss dem Stimmungsmacher der Nation, dem mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichneten Tony Marshall, wohl sehr gut gefallen haben. Nach der „Kreuzfahrt der Träume“ am 6.

Mai dieses Jahres stand er am Einheitsfeiertag erneut auf der Bühne in der Wischelandhalle der Hansestadt. Nun war es aber wahrscheinlich sein letzter Auftritt am Aland, denn die Veranstaltung stand unter dem Titel Tony Marshalls Abschiedstournee. Die Besucherzahlen blieben mit knapp 400 unter den Erwartungen des Veranstalters.

Nachwuchs im Volksmusikgeschäft: Der 17-jährige Johannes Niggl aus Bayern überzeugte am Akkordeon.

Für die Gäste aus nah und fern wurde ein Marathon an volkstümlicher Musik aus dem Spektrum der ach so heilen Bergwelt und ein Feuerwerk von Stimmungsliedern geboten. Bis die Fans aber ihren Tony sehen konnten, mussten sie sich bis zur Pause gedulden. Denn da saß er mit seinem jüngsten Sohn Pascal am Autogrammtisch und erfüllte brav die Autogrammwünsche, verkaufte seine CDs, deren Reinerlös in seine wohltätige Stiftung fließt. Das Bühnenbild war der Bergwelt nachempfunden und so verwunderte es nicht, dass im ersten Teil der Veranstaltung die Volksmusikkönige aus Südtirol, Die Ladiner, zu ihren Instrumenten griffen. Joakin und Otto aus dem Wanderparadies der Dolomiten hatten zur Verstärkung auch noch die Sängerin Nicol Stuffer, die Tochter von Joakin, mitgebracht. Alle drei überzeugten das Publikum mit ihren Stimmen und der jahrelangen Bühnenerfahrung.

Von roten Herzen sang die junge Nicol Stuffer.

Nach der Pause bekam der 17-jährige Bayer Johannes Niggl seine Chance. Mit jugendlichem Witz und Unterhaltungsqualitäten begeisterte er mit Gesang und Spiel auf dem Akkordeon die Zuschauer. Mit einem lauten Paukenschlag, der vom Donner des vorbeiziehenden Gewitters begleitet wurde, betrat dann der Mann, dem der Abend gewidmet war, Tony Marshall, mit seinem Moderator und Sohn die Bühne. Nach einigen Informationen aus dem Leben des geehrten Künstlers lief dieser mit seinen Stimmungsliedern und Anekdoten aus seiner 60-jährigen Bühnenzeit zu wahrer Hochform auf. Mit stehenden Ovationen dankten die Fans ihrem Toni.

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