Baumaßnahme für Aland-Hochwasserschutz bei Wanzer beginnt im nächsten Jahr

Mehr Sicherheit durch neuen Deich

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Seehausens Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth (v.l.), Osterburgs Flussbereichsleiter Hans-Jörg Steingraf vom LHW und Wasserwehrchef Horst Sandmann informierten sich über den künftigen Alanddeichbau bei Wanzer. Der Startschuss für die Arbeiten fällt im nächsten Jahr. Fertigstellung ist 2018.

Wanzer. Der Hochwasserschutz in der Verbandsgemeinde Seehausen wird fortgesetzt.

Die nächste Maßnahme gehe am insgesamt 61 Kilometer langem Alandsystem über die Bühne, kündigt Hans-Jörg Steingraf, Osterburgs Flussbereichsleiter beim Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW), an, der sich gestern mit Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth und Wasserwehrchef Horst Sandmann vor Ort in Wanzer traf. Denn dort werden die Arbeiten am Alanddeich im nächsten Jahr beginnen und dort befindet sich auch die Bodenentnahmestelle für das Erdreich, das für die Bautätigkeit benötigt wird. Derzeit suchen noch Archäologen auf dem Gelände nach zeitgeschichtlichen Spuren. Doch sie seien bald fertig, weiß Steingraf.

Aus Richtung Pollitz wird es einen neuen Trassenverlauf geben. Der Abschnitt zwischen der ehemaligen Gaststätte und der Bockwindmühle bekommt eine Sanierung. Die Fertigstellung der 1,5 Kilometer langen Strecke ist für 2018 vorgesehen. 244 000 Kubikmeter Boden werden für die Deichbauarbeiten aus zwei Flutmulden gewonnen. Die Kosten für Planung, Materialgewinnung und Archäologenarbeit belaufen sich auf über 500 000 Euro. Wie hoch die Summe für den Deichbau an sich sein wird, vermag Steingraf nicht zu sagen, er kann der noch zu tätigenden Ausschreibung nicht vorgreifen.

In Angriff genommen wird nächstes Jahr der linke Alanddeich von Voßhof bis zur Bahnlinie. 2018 folgt dann der Abschnitt bis Seehausen. Auch die Hochwasserschutzanlage im nördlichen Bereich von der Pollitzer Holzbrücke bis zum Schöpfwerk soll 2017 auf Vordermann gebracht werden. 2018 schließt sich dann der südliche Teil bis zur Scharpenhufer Brücke über den Aland an. Diese Maßnahme dient besonders dem Schutz der Wahrenberger bei Hochwasser. Apropos Wahrenberg: Ein richtig großes Projekt befindet sich derzeit in der Vorbereitungsphase. Die Rede ist von der Rückverlegung des Wischedeiches im nördlichen Bereich des Storchendorfes.

Von Thomas Westermann

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